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Bundesregierung wirft Russland Cyberangriffe auf deutsche Politiker vor

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Cybersicherheit (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.09.2021
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Kurz vor der Bundestagswahl hat die Zahl der Cyberangriffe gegen deutsche Abgeordnete laut der Bundesregierung zugenommen. Verdächtigt wird die Hackergruppe „Ghostwriter“, hinter der angeblich der russische Militärgeheimdienst steht. Nun hat Berlin die sofortige Einstellung der „Cyber-Kampagnen“ gefordert und Moskau mit Konsequenzen gedroht.
Bereits in diesem Jahr haben die deutschen Sicherheitsbehörden dreimal Cyberangriffe ausländischer Nachrichtendienste auf Parlamentarier gemeldet. Am meisten sollen mehrere Unions- und SPD-Abgeordnete betroffen gewesen sein.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte am Montag, die Regierung betrachte dieses „inakzeptable Vorgehen als Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und für den demokratischen Willensbildungsprozess und als schwere Belastung für die bilateralen Beziehungen“. Die Forderung, „diese unzulässigen Cyberaktivitäten mit sofortiger Wirkung einzustellen“, sei direkt an einen Vertreter des russischen Außenministeriums gerichtet worden.
Hinter den „Phishing-Attacken“, bei denen versucht worden war, in private Accounts von Abgeordneten zu gelangen, wird laut der Außenamtssprecherin die Hackergruppe „Ghostwriter“ vermutet. Der Bundesregierung lägen „verlässliche Erkenntnisse“ vor, dass die Aktivitäten der Gruppe „Cyberakteuren des russischen Staates und konkret dem russischen Militärgeheimdienst GRU“ zugeordnet werden könnten. Die Bundesregierung behalte sich nun „weitergehende Maßnahmen“ vor.
Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl 2021 warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor intensiveren Angriffen gegen deutsche Politiker im Netz. Vor allem geht es um sogenannte Spear-Phishing-Mails, die sich gezielt gegen private und dienstliche E-Mail-Adressen von Abgeordneten richten. Ziel solcher E-Mails sei es, den Zugang zu Anmeldedaten oder Kontonummer sowie zu anderen persönlichen Informationen zu bekommen, um dann die Person zu kompromittieren oder Identitätsdiebstahl begehen zu können.
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