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Keine Touristen auf Bali: Hungrige Affen überfallen Häuser

© AP Photo / Firdia LisnawatiSangeh Monkey Forest, Bali - Affe
Sangeh Monkey Forest, Bali - Affe - SNA, 1920, 06.09.2021
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Der Corona-Lockdown auf der indonesischen Insel Bali trifft nicht nur die dort lebenden Menschen, sondern auch die Tiere. Vor Beginn der Pandemie fütterten Touristen Makaken im Sangeh Monkey Forest – nun ist dort keine Menschenseele mehr. Auf der Suche nach Futter überfallen sie nun die Häuser der Einheimischen.
Besorgt, dass es zu einem totalen Affenangriff kommen könnte, bringen die Balinesen Früchte, Nüsse und anderes Futter in den Sangeh Monkey Forest, um die Primaten zu besänftigen. Park-Manager Made Mohon sagt, die Spenden hätten zwar geholfen, aber die Dorfbewohner befänden sich auch in wirtschaftlicher Not und gäben immer weniger. Etwa 600 Makaken leben im Affenwald im balinesischen Dorf Sangeh und gelten als heilig.
Das geschützte Dschungelgebiet war immer sowohl unter den Einheimischen für das Schießen von Hochzeitsfotos als auch bei internationalen Besuchern beliebt. Für Snacks ließen sich die Affen gerne auf den Schultern oder auf dem Schoß der Gäste fotografieren. Der Dorfbewohner Gustu Alit sagte, sie hätten sich daran gewöhnt, den ganzen Tag mit Besuchern zu verbringen. Jetzt seien sie nicht nur hungrig, sondern auch gelangweilt.
Normalerweise ist Tourismus die Haupteinnahmequelle für vier Millionen Balinesen. Vor Beginn der Pandemie gab es auf der Insel mehr als fünf Millionen Touristen jährlich. Der Sangeh Monkey Forest begrüßte etwa über 6000 Besucher pro Jahr, im letzten Jahr sank aber diese Zahl auf etwa 500. Seit Juli ist der Wald für die Einheimischen gesperrt. Das habe nicht nur dazu geführt, dass niemand den Affen zusätzliches Essen bringe, sondern auch zur Folge gehabt, dass der Sangeh Monkey Forest keine Einnahmen durch den Eintritt mehr habe. Es fehle der Parkleitung daher an Geld, um Nahrung für die Affen zu kaufen, erklärte der Park-Manager Made Mohon.
Das Futter kostet laut der Associated Press über 850.000 indonesische Rupien täglich (etwa 50 Euro). Made Mohon ruft wieder zu Spenden auf.
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