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Taliban machen Jagd auf Prostituierte in Afghanistan – Bericht

© AFP 2021 / AAMIR QURESHITaliban-Kämpfer patrouillieren am 29. August 2021 eine Straße in Kabul.
Taliban-Kämpfer patrouillieren am 29. August 2021 eine Straße in Kabul. - SNA, 1920, 05.09.2021
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Die Kämpfer der radikal-islamistischen Bewegung *Taliban, die in Afghanistan jüngst die Macht übernommen hat, durchsuchen laut einem Medienbericht Pornoseiten, um die Prostituierten identifizieren und eine Tötungsliste erstellen zu können.
Wie die britische Zeitung „The Sun“ unter Verweis auf eigene Quellen in Sicherheitskreisen berichtete, sind die während des 20-jährigen ausländischen Einsatzes gemachten Videos mit afghanischen Bordellarbeiterinnen auf Pornoseiten gelandet und nun von den Taliban entdeckt worden.
Sie würden die Gesichter der Frauen markieren, da sie „versessen darauf“ seien, die Prostituierten „zu jagen“, um sie öffentlich hinzurichten oder „zu ihrem eigenen Vergnügen zu erniedrigen“.
Einige Videos würden angeblich Frauen zeigen, die Sex mit Westlern gehabt hätten – was die Wut der Taliban weiter steigen lasse. Da die Videos offensichtliche Standortmarkierungen der Bordelle zeigten, seien diese Frauen jetzt in ernsthafter Gefahr, entführt oder auf die schrecklichste Art und Weise ermordet zu werden, hieß es.
„Die Taliban zeigen mit dieser schrecklichen Hexenjagd den Höhepunkt der Heuchelei“, sagte eine Quelle. „Sie geben vor, Pornografie zu verurteilen, graben aber tief in den dunkelsten und am besten versteckten Websites für Erwachsene, um Videos zu finden, die afghanische Bordelle zeigen, damit sie die Frauen, die dort arbeiteten, identifizieren und ermorden oder versklaven können.“
Die Sexarbeit sei in Afghanistan illegal, aber die Zahl der Männer und Frauen, die sich für Sex verkauften, sei während des langjährigen Nato-Einsazes gestiegen: Auf diese Weise hätten sie versucht, über die Runden zu kommen.
Menschenrechtsorganisationen in ganz Afghanistan hatten vor dem Abzug der ausländischen Truppen gewarnt, dass es in der Hauptstadt Kabul „Hunderte“ Sexarbeiterinnen gebe.
Zuvor hatte ein Taliban-Vertreter die Vereinigten Staaten aufgefordert, nicht zu versuchen, die kulturellen Grundlagen Afghanistans zu ändern. Die US-Erklärungen über die Notwendigkeit, den Frauen ohne Kopftuch Zugang zu Bildung zu gewähren, seien ein Versuch, die afghanische Kultur zu verändern, hieß es.
Ein Airbus A400M der Bundeswehr kommt am 27. August 2021 am Flughafen in Wunstorf an, am Ende einer militärischen Evakuierungsoperation, die darau gezielt war, die deutschen Staatsangehörigen, Ortskräfte und andere gefährdete Personen aus Kabul, Afghanistan, auszufliegen. - SNA, 1920, 03.09.2021
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Laut UN-Menschenrechtsverteidigern ist derzeit die Situation mit den Rechten der Frauen in Afghanistan äußerst schwierig. Demnach werden sie auf offener Straße geschlagen, entführt oder es wird ihnen der Schulbesuch verboten. Seit dem 25. August verbieten die Taliban den Frauen, ihre Häuser zu verlassen, da dies eine Gefahr für ihr Leben, ihre Gesundheit und Freiheit darstellen würde.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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