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Taliban-Sprecher: „Wir wollen starke und offizielle diplomatische Beziehungen zu Deutschland“

© REUTERS / STRINGERSprecher der radikal-islamistischen Organisation, Sabiullah Mudschahid
Sprecher der radikal-islamistischen Organisation, Sabiullah Mudschahid - SNA, 1920, 05.09.2021
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In einem Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ hat der Taliban*-Sprecher Sabiullah Mudschahid erklärt, dass man sich offizielle diplomatische Beziehungen zu Deutschland wünsche.
Laut Mudschahid sind die Deutschen in Afghanistan immer willkommen gewesen. Schon zu Zeiten des Königreichs vor etwa hundert Jahren hätten die Deutschen hierzulande viel Gutes bewirkt. „Leider haben sie sich dann den Amerikanern angeschlossen. Aber das ist jetzt vergeben“, betonte er am Sonntag.
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„Wir wollen starke und offizielle diplomatische Beziehungen zu Deutschland“, so Mudschahid. DPA zufolge wird damit insbesondere finanzielle Unterstützung, humanitäre Hilfe und Kooperation bei Gesundheit, Landwirtschaft und Bildung gemeint. Ähnliche Unterstützung streben die Islamisten, die derzeit unter starkem finanziellem Druck der USA sowie internationaler Organisationen stehen, auch bei den anderen Ländern an.
Am Dienstag hatte Bundesaußenminister Heiko Maas klargemacht, dass Deutschland eine diplomatische Vertretung in Kabul wieder öffnen könnte, aber nur unter bestimmten Bedingungen. „Wenn es politisch möglich wäre und wenn die Sicherheitslage es erlaubt“, sagte Maas.
Heiko Maas - SNA, 1920, 05.09.2021
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Mehrheit der Deutschen für Konsequenzen aus Afghanistan für Maas – Umfrage
Maas betonte, dass eine diplomatische Vertretung keine Anerkennung einer Taliban-Regierung bedeute: „Es geht um die Lösung ganz praktischer Probleme“, sagte er in Bezug auf die Schutzsuchenden, die nach dem Ende des militärischen Evakuierungseinsatzes aus dem Land noch ausgeflogen werden müssen.
Die deutsche Botschaft in Kabul bleibt nach der Machtübernahme der afghanischen Hauptstadt durch die Taliban seit Mitte August geschlossen. Um Gespräche mit Taliban weiter zu führen, wurde der Botschafter Markus Potzel ins katarische Doha entsandt, wo die Taliban ihr politisches Büro haben, das quasi als Außenministerium fungiert.
Angesichts der Gründung einer Übergangsregierung in Kabul, die in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden soll, sind die ersten Taliban-Vertreter bereits aus Doha nach Afghanistan zurückgekehrt.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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