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Afghanistan
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Nato-Chef befürwortet Russlands und Chinas Hilfe bei Terrorbekämpfung in Afghanistan

© AP Photo / Francisco SecoNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg - SNA, 1920, 05.09.2021
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Russland und China müssen laut dem Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach dem Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan dazu beitragen, die Ausbreitung des Terrorismus in dem Land zu verhindern. Dies sagte er gegenüber der Zeitung „The Telegraph“ am Sonntag.
„Ich stimme voll und ganz zu, dass die gesamte internationale Gemeinschaft, einschließlich Russlands und Chinas, daran arbeiten muss, um zu verhindern, dass Afghanistan ein Ort wird, an dem Terroristengruppen frei agieren und Angriffe gegen unsere eigenen Länder vorbereiten, organisieren, planen und finanzieren können“, so Stoltenberg.
Er räumte ein, dass die Übernahme von Kabul am 15. August „natürlich… damit zusammenhing, dass die Nato-Verbündeten beschlossen hatten, diese militärische Mission in Afghanistan zu beenden“.
Stoltenberg begrüßte weitere europäische Verteidigungsbemühungen und sagte, dass Europa und die Nato ihre Verbindung aufrechterhalten sollten.
„Jeder Versuch, parallele Strukturen aufzubauen, die Kommandostruktur zu duplizieren, wird unsere gemeinsame Fähigkeit zur Zusammenarbeit schwächen, da wir mit knappen Ressourcen Doppelarbeit und Überschneidungen vermeiden müssen. Die konkreten Vorschläge sind in der Nato nicht diskutiert worden, wir haben keine Details gesehen“, erklärte der Generalsekretär.
Er räumte ein, dass es nach über 20 Jahren ausländischer Investitionen in die afghanische Sicherheit vernünftig gewesen sei, von dem afghanischen Militär einen längeren Widerstand gegen die Taliban* zu erwarten.
Chinas Außenminister Wang Wenbin sagte auf einer Pressekonferenz am Dienstag: „Das jüngste Chaos in Afghanistan steht im direkten Zusammenhang mit dem übereilten und ungeordneten Abzug ausländischer Truppen."
Er äußerte die Hoffnung, dass die entsprechenden Länder „erkennen, dass der Rückzug nicht das Ende der Verantwortung, sondern der Beginn der Reflexion und der Korrektur ist“.
Man müsse daraus eine Lehre ziehen und die Souveränität, die Unabhängigkeit und die territoriale Integrität Afghanistans sowie die Rechte des afghanischen Volkes respektieren, so der Außenminister weiter.
Die USA und einige andere westliche Länder sollten laut Wang dringend der „afghanischen Bevölkerung dabei helfen, die Schwierigkeiten zu überwinden und so bald wie möglich den Weg des Friedens und des Wiederaufbaus zu beschreiten“. Sie dürften nicht „ein Chaos in Afghanistan und in der Region hinterlassen“.
Der russische Präsident Wladimir Putin rief seinerseits auf dem Östlichen Wirtschaftsforum am Freitag seine Partner dazu auf, die Anstrengungen zu bündeln, Probleme gemeinsam zu bekämpfen und die Frage der Legalisierung politischer Kräfte in Afghanistan zu lösen.
Die Taliban-Bewegung hatte Anfang August eine großangelegte Offensive gegen die Regierungskräfte in Afghanistan eingeleitet. Am 15. August marschierten die Taliban in Kabul ein und nahmen den Präsidentenpalast unter ihre Kontrolle. Am nächsten Tag erklärte ein Taliban-Sprecher, dass der Krieg beendet sei und die Regierungsform im Land in nächster Zeit bestimmt werden solle.
In der Nähe des Flughafens Kabul  - SNA, 1920, 01.09.2021
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*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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