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Offenbar Militärputschversuch in Guinea – Aufständische verkünden Auflösung der Regierung

© REUTERS / SALIOU SAMBKampfahrzeug einer Sondereinsatzgruppe in der Nähe der Residenz des Staatspräsidenten in Conakry
Kampfahrzeug einer Sondereinsatzgruppe in der Nähe der Residenz des Staatspräsidenten in Conakry - SNA, 1920, 05.09.2021
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In Conakry, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Guniea, ist es am Sonntag zu Schießereien nahe der Präsidentenresidenz gekommen. Der Anführer des Aufstandes, Mamady Doumbouya, hat die Auflösung der Regierung und die Aufhebung der Verfassung verkündet.
„Wir haben beschlossen, die Regierung aufzulösen“, sagte Doumbouya in einer Videobotschaft, die das Portal Africa Guinee auf Facebook veröffentlicht hat. Die aktuelle Verfassung sei nicht mehr gültig, Guinea schließe seine Grenzen und den Luftraum, fügte er hinzu.
Ein in sozialen Medien verbreitetes Video soll die Verhaftung von Präsident Alpha Condé durch Militärs zeigen. Die Authentizität der Aufnahmen konnte zunächst nicht überprüft werden. Ein Soldat erklärte im Staatsfernsehen, Condé sei von Spezialkräften festgenommen worden.
Regierungsvertreter erklärten hingegen, die Präsidialgarde habe einen Angriff auf den Palast des Präsidenten abgewehrt.
Französische Soldaten (Archivbild) - SNA, 1920, 29.07.2021
Zwischenfall an Golf von Guinea: Sechs französische Soldaten festgesetzt
Präsidententreue Kräfte in Guinea haben nach früheren Angaben einer Quelle 25 Militärs festgenommen, die an dem Putschversuch beteiligt gewesen sein sollen. Medienberichten zufolge stehen Vertreter einer Spezialeinsatzgruppe hinter dem versuchten Staatsstreich. Sie seien in eine Auseinandersetzung mit der Wache des Präsidenten geraten, hieß es.

Guterres fordert Freilassung des Präsidenten

Nach dem mutmaßlichen Putschversuch hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, „jede Übernahme der Regierung mit Waffengewalt” in Guinea verurteilt.
Er forderte in einem Twitter-Beitrag die sofortige Freilassung des Präsidenten Alpha Condé.
Der 83-jährige Präsident Condé hatte im Herbst 2020 eine dritte Amtszeit angetreten. Vor der Wahl im Oktober hatte er eine von der Opposition kritisierte Verfassungsänderung durchgesetzt, die ihm eine weitere Amtszeit ermöglichte.
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