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Afghanistan
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Mehrheit der Deutschen für Konsequenzen aus Afghanistan für Maas – Umfrage

Heiko Maas - SNA, 1920, 05.09.2021
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Das Afghanistan-Debakel sollte nach Ansicht einer Mehrheit der Deutschen Konsequenzen für Außenminister Heiko Maas haben.
In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 24 Prozent für einen sofortigen Rücktritt des SPD-Politikers aus, weitere 32 Prozent sagten, er solle einer neuen Bundesregierung nicht mehr angehören. Nur 17 Prozent sprachen sich gegen jegliche Konsequenzen für Maas aus. 27 Prozent machten keine Angaben.
Allerdings wird die Verantwortung für das Debakel nicht bei Maas alleine gesehen. 38 Prozent sagen, alle fünf mit Afghanistan befassten Kabinettsmitglieder müssten gleichermaßen für die Fehler geradestehen.
Neben Maas sind das Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU). 13 Prozent sehen Maas am ehesten in der Hauptverantwortung, zwölf Prozent sagen das über Merkel und neun Prozent über Kramp-Karrenbauer. Seehofer und Müller halten nur jeweils ein Prozent für hauptverantwortlich.
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 30.08.2021
Afghanistan
Maas weist Kritik zurück: Deutlich mehr als 100 Ortskräfte aus Kabul ausgeflogen
Nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban* in Afghanistan hatte nicht nur Maas, sondern die Bundesregierung insgesamt eine Fehleinschätzung der Lage in dem zentralasiatischen Krisenland eingeräumt. Maas, dessen Ministerium zuständig für die Bewertung der Sicherheitslage in Krisengebieten ist, geriet aber besonders stark unter Druck. Es gab vereinzelte Rücktrittsforderungen. Der Vorsitzende der mit der SPD zusammen regierenden CSU, Markus Söder, forderte, Maas dürfe einer neuen Regierung nicht mehr angehören.
Maas hatte dem „Spiegel” vor zwei Wochen gesagt, dass er jedoch nicht über einen Rücktritt nachgedacht habe.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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