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Martin Sonneborn: „Nie wieder deutsche Soldaten über die Landesgrenze“ – Video

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„Die Partei“ tritt bei den Bundestagswahlen und bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus an. Bei letzterer gibt es Umfragen, die die Partei um Martin Sonneborn bei fünf bis sechs Prozent sieht. Im SNA-Interview erzählt der Parteivorsitzende und EU-Abgeordnete über seine Pläne für vor und nach der Wahl sowie die Lage in Deutschland.
„Wir haben ein Wahlprogramm, das auf unserer Homepage zu finden ist. Und da kritisieren wir diese wahnsinnigen Summen, die in Aufrüstung gesteckt werden zurzeit. Zwei Prozent des Bruttosozialproduktes jedes Jahr in Aufrüstung stecken – das ist ein kompletter Wahnsinn. Das ist der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt. Das ist Geld, das ja an allen Ecken und Enden fehlt und besonders in der Bildung und im Sozialsystem. Wir sind dafür, die Gelder umzuschichten in Bildung, Soziales und sinnvolle Dinge.“
EU-Politiker Martin Sonneborn und Bundestagsabgeordnete Marco Bülow - SNA, 1920, 23.03.2021
EU-Abgeordneter Sonneborn will ins Berliner Abgeordnetenhaus
„Ich glaube, dass jeder Mensch ein Politiker ist und sich auch als solcher begreifen sollte. Das heißt nicht, dass man in den Bundestag einziehen muss, aber das heißt, dass er über sich und seine Situation nachdenken sollte und auch darüber, wie unsere Steuergelder verwendet werden. Und tja, wenn ich sehe, wie das im Moment geschieht, dann läuft glaub ich viel falsch und ich glaube, dass viele Leute das auch fühlen.“
„Peter Scholl-Latour hat mal gesagt, dass es keinen einzigen Afghanen gibt, der irgendwo einen Anschlag verübt hat. Und dass die Amerikaner praktisch über Jahre da Leute aufgebaut haben und sich dann mit ihnen derart destruktiv auseinandergesetzt haben. Und ich glaube Snowden sieht den Afghanistan-Krieg eigentlich als einen Krieg, der im Sinne der Wirtschaft geführt wurde, in dem ungeheure Umschichtungen von Steuergeldern in Richtung Militärausgaben und Privatwirtschaft gepflegt wurden. Und indem man neueste Waffen testen und ausprobieren konnte. Einen Krieg eigentlich, der deshalb nie zu Ende gehen sollte. Insofern darf man sich freuen, dass der jetzt hoffentlich zu Ende ist und hoffen, dass zumindest deutsche Soldaten nie wieder ihren Fuß irgendwo über die Landesgrenze nach außen setzen.“
„Wir verspüren einen zunehmenden Rückfall in die Zeit des Kalten Krieges. Es gibt in Deutschland eine Aufrüstung und auch eine ideologische Aufrüstung gegen Länder wie Russland und China. Und da würde ich nicht gerne mitmachen. Ich halte das auch für eine Dummheit. Der amerikanische Präsident ist nun schon sehr alt und kennt die alten Zeiten natürlich noch. Aber ich halte es auch für strategisch unklug. Also schon aus solidem Eigennutz sollte man eigentlich auf ein friedliches Zusammenleben setzen.
Wir haben jetzt vorgeschlagen, die grüne Heinrich Böll-Stiftung in Heinrich Böller-Stiftung umzubennen. Die Vorsitzende der ‚Heinrich-Böller-Stiftung‘, Ellen Ueberschär, hat neulich einen NATO orientierten Vortrag gehalten und darin gefordert, dass wir Atomwaffen auf deutschem Boden halten, dass wir Flugzeuge nachrüsten für Milliarden Euro, die dann auch taktische Atomwaffen tragen können. Und dass wir die Amerikaner in der NATO mehr unterstützen, damit die sich im Südchinesischen Meer oder im pazifischen Raum stärker konzentrieren können. Ich finde, das sind alles absolut wahnsinnige Erwägungen.
Wir haben, glaube ich, genug zu tun, uns mit der Klimaveränderung, mit der Klimakatastrophe auseinanderzusetzen, mit einer Pandemie und mit den sozialen Verhältnissen und alles, was nicht in diese Richtung geht, das halte ich für wahnsinnig.“
Bundesluftwaffe-Techniker vor einem deutschen Tornado-Bomber vom Atomwaffenstützpunkt Büchel (Archivbild) - SNA, 1920, 04.02.2021
Grüne Böll-Stiftung: „Atomwaffen? Ja bitte!“
„Wir haben jetzt für den Bundestag auf den Listen der ‚Partei‘ ein paar Dutzend Wissenschaftler, überwiegend auch Klimawissenschaftler, aufgestellt. Einfach, weil Sachverstand in den Bundestag kommen muss. Ich glaube, es ist höchste Zeit. Und wenn das diesmal nicht klappen sollte und wir nicht in den Bundestag einziehen, habe ich gesagt, dass wir beim nächsten Mal unsere Mütter aufstellen wollen – und zwar die resoluten unter ihnen. Marco Bülow, unser Bundestagsabgeordneter, hat mir versprochen, dass 30 resolute Mütter ohne Fraktionsdisziplin den ganzen Bundestag durcheinanderbringen können. Und sie wissen um die unselige Fraktionsdisziplin, die da vieles kaputt macht. Also ich glaube, das wäre durchaus eine Verbesserung für die deutsche Politik, wenn sie nicht mehr von aalglatten Lobbyisten geprägt würde. die das Bundestagsmandat als Nebentätigkeit ansehen und weniger CDU-Geschäftemacher im Bundestag sitzen.“
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