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Biden plant Freigabe von 9/11-Geheimdokumenten

© REUTERS / POOL9/11-Gedenkstätte (Archivbild)
9/11-Gedenkstätte (Archivbild) - SNA, 1920, 04.09.2021
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Der US-Präsident Joe Biden hat eine Anordnung unterzeichnet, wonach die Überprüfung von Dokumenten im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September in den USA auf eine mögliche Freigabe vor dem Jahresende begonnen werden soll. Dies hat das Weiße Haus am Freitag im Zusammenhang mit dem 20. Jahrestag der Terroranschläge angekündigt.
„Wir dürfen nie den anhaltenden Schmerz der Familien und der Angehörigen der 2977 unschuldigen Menschen vergessen, die während des schlimmsten Terroranschlags auf Amerika in unserer Geschichte getötet wurden“, so US-Präsident Joe Biden.

„Für sie war es nicht nur eine nationale und internationale Tragödie. Es war eine persönliche Verwüstung. 20 Jahre lang sind Kinder ohne Eltern aufgewachsen, und Eltern haben ohne Kinder gelitten. Ehemänner und Ehefrauen mussten ohne ihre Lebenspartner einen Weg nach vorne finden.

In einem Statement am Freitag sagte Biden, er habe eine Anordnung erlassen, die das Justizministerium und andere relevante Behörden anweise, die Freigabe von Dokumenten im Zusammenhang mit den Ermittlungen des Federal Bureau of Investigation (FBI) vom 11. September zu überprüfen. Der Generalstaatsanwalt solle die entsprechenden Dokumente in den nächsten sechs Monaten öffentlich freigeben, so der US-Präsident.
Im vergangenen Monat verpflichtete sich das US-Justizministerium zu solch einer Überprüfung als Reaktion auf jahrelange Petitionen seitens der Familien der Opfer. Biden sah sich auch den Forderungen von 1800 Überlebenden der Angriffe ausgesetzt, die bevorstehenden Gedenkveranstaltungen zu überspringen, sollte er sich weigern, die Dokumente freizugeben.
2002 wurde bereits eine Untersuchungskommission eingesetzt, um die Angriffe und das dazu geführte Geheimdienstversagen zu untersuchen, die 2004 in einem Bericht veröffentlicht wurden. Der Bericht wurde jedoch dafür kritisiert, dass darin viele Versäumnisse des in- und ausländischen Geheimdienstes, welche die Angriffe ermöglicht haben sollen, nicht ausreichend untersucht worden seien.
Die weitere Freigabe von Dokumenten erfolgte auch nur in Bruchteilen. Im April 2020 machte das Justizministerium die Veröffentlichung weiterer Dokumente rückgängig, sagte jedoch, es könne nicht erklären, warum die Informationen geheim bleiben müssten, da diese Informationen auch geheim seien.
FBI (Archivbild) - SNA, 1920, 02.09.2021
Opferfamilien von 9/11 drängen US-Regierung zur Untersuchung „verlorener“ FBI-Beweise
Am 11. September 2001 waren in den USA fast 3000 Menschen getötet worden, darunter mehr als 2600 im World Trade Center, 125 im Pentagon und 265 in vier Flugzeugen. Nach den Anschlägen forderte der damalige US-Präsident George W. Bush die Taliban*-Regierung in Afghanistan dazu auf, die al-Qaida-Führer, darunter auch Osama bin Laden, auszuliefern. Die Taliban forderten daraufhin Beweise für bin Ladens Schuld. Bush stellte jedoch klar, seine Regierung werde nicht mit Terroristen verhandeln, und startete eine Invasion in Afghanistan, die zu einem 20-jährigen Besatzungskrieg gegen die Taliban-Aufstände wurde.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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