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MDR löscht Logo von neuem „Bild“-Sender aus „ästhetischen Gründen“ - „Bild“ empört

Axel Springer (Archivbild) - SNA, 1920, 03.09.2021
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Im Axel-Springer-Medienhaus ist man beunruhigt: das Logo des TV-Ablegers der „Bild“ auf einem Mikrofon im MDR-Nachrichtenmagazin „Sachsenspiegel“ wurde unsichtbar gemacht. Doch was die Boulevardzeitung mit ideologischen Gründen verbindet, ist laut MDR lediglich aus „ästhetischen Gründen“ passiert.
Im Vordergrund der Geschichte ist ein Auftritt von Jürgen Schmidt, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, vor laufenden Kameras. Am Donnerstag wurde Schmidt von mehreren Medien zur Anklageerhebung gegen sechs Tatverdächtige im Raubfall vom Schmuck aus dem sächsischen Staatsschatz befragt, darunter vom Bild-Sender.
Im „Sachsenspiegel“ sieht man zwar ein einfarbig rotes Mikrofon vor Schmidt, aber ohne das „Bild“-Logo. Das wurde unsichtbar gemacht. Der Meinungschef im Politikressort der „Bild“ machte darauf auf Twitter aufmerksam und vermutete eine absichtliche Bearbeitung mit einer „neuen Richtlinie“ dahinter.
An diesem Freitag räumte der MDR dann gegenüber dem Medienjournalisten Daniel Bouhs ein, dass das Bild tatsächlich verfremdet wurde. Es wurde um Entschuldigung gebeten. Der Vorgang widerspreche „eklatant“ den eigenen Grundsätzen und werde „konsequent aufgearbeitet“, teilte der MDR-Sprecher weiter mit.
Es handle sich bei der Verfremdung aber „um die individuelle Entscheidung einer einzelnen Person“, die den Beitrag redaktionell erstellt habe. „Sie hat uns versichert, sie hätte es allein aus ‘ästhetischen Gründen’ verändert.“ Am Freitagabend wolle sich der MDR auch im „Sachsenspiegel“ für dieses Fehlverhalten entschuldigen.
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