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Luftbrücke Kabul: Afghanischer Religionsminister auch nach Deutschland ausgereist

© AFP 2021 / AXEL HEIMKENEin Airbus A400M der Bundeswehr kommt am 27. August 2021 am Flughafen in Wunstorf an, am Ende einer militärischen Evakuierungsoperation, die darau gezielt war, die deutschen Staatsangehörigen, Ortskräfte und andere gefährdete Personen aus Kabul, Afghanistan, auszufliegen.
Ein Airbus A400M der Bundeswehr kommt am 27. August 2021 am Flughafen in Wunstorf an, am Ende einer militärischen Evakuierungsoperation, die darau gezielt war, die deutschen Staatsangehörigen, Ortskräfte und andere gefährdete Personen aus Kabul, Afghanistan, auszufliegen. - SNA, 1920, 03.09.2021
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Der bisherige Minister der Regierung von Präsident Aschraf Ghani, der einst in der *Taliban-Regierung einen hohen Posten im Außenministerium hatte, gehört zu den mehr als 4500 Menschen, die aus Kabul über die Luftbrücke nach Deutschland gekommen sind.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur flog der afghanische Minister Mohammed Kasim Halimi vor knapp zwei Wochen nach Deutschland.
Halimi hatte schon vor dem Sturz der Taliban 2001 in ihrer Regierung einen hohen Posten im Außenministerium bekleidet. Später gehörte Halimi, der in Kairo islamisches Recht studiert hatte, zu den Kritikern der militant-islamistischen Taliban. Auf der Website seines nun ehemaligen Ministeriums war sein Foto am Freitag noch zu sehen.
Nach der Rückkehr aus Afghanistan: Bundeswehrsoldaten auf dem Flugplatz in Wunstorf - SNA
Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

Am Hindukusch waren in den vergangenen fast 20 Jahren insgesamt über 150.000 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Sie waren in der Regel je vier bis sechs Monate im Einsatz. 59 deutsche Militärs kamen dort ums Leben, 35 von ihnen wurden im Gefecht oder durch Anschläge getötet. Das war bislang der höchste Blutzoll, den Deutschland in Auslandseinsätzen zu beklagen hat. Denn in anerkannten ausländischen Missionen, an denen sich die Bundeswehr seit 1992 beteiligt, sind insgesamt 115 deutsche Soldaten gestorben, so das Militär der Bundesrepublik.

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Die Taliban hatten nach dem angekündigten Truppenabzug der US-Armee mehrere Provinzhauptstädte eingenommen und waren Mitte August dann praktisch kampflos in die Hauptstadt Kabul vorgedrungen. Präsident Ghani war vor den anrückenden Taliban ins Ausland geflüchtet, wie am 15. August bekannt geworden war.
Am Tag darauf landete die erste Bundeswehrmaschine in Kabul und die Luftbrücke begann. Binnen elf Tagen wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums 4587 Menschen nach Deutschland gebracht, davon 3849 Afghanen und 403 deutsche Staatsangehörige. Unter den Schutzbedürftigen waren auch Bürger zahlreicher anderer Staaten, jedoch nur 138 sogenannte Ortskräfte plus deren Angehörige, darunter 30 Ortskräfte der Bundeswehr.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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