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Reise nach Katar und Deutschland: Blinken will Stützpunkt Ramstein besuchen

© SNA / Pressedienst des russischen Außenministeriums / Zur BilddatenbankUS-Außenminister Antony Blinken (Archiv)
US-Außenminister Antony Blinken (Archiv) - SNA, 1920, 03.09.2021
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Der US-Außenminister Antony Blinken hat Berichten zufolge am Freitag in Washington angekündigt, in den nächsten Tagen Katar und Deutschland besuchen zu wollen, um die Lage in Afghanistan sowie das weitere Vorgehen in Bezug auf die aus diesem Land evakuierten Menschen und Personal zu besprechen.
Demnach plant Blinken am Sonntag eine Reise in die katarische Hauptstadt Doha. Er wolle sich dort mit der katarischen Führung treffen und sich bei ihr für die Unterstützung der Evakuierungsbemühungen bedanken, hieß es.

„Ich werde auch die Gelegenheit haben, mich mit den Afghanen zu treffen, und auch mit unseren Ortskräften aus Kabul, die jetzt in Doha auf einen sicheren Umzug in die USA warten“, so Blinken.

Von dort aus werde er anschließend zur Air Base Ramstein aufbrechen, wo er unter anderem mit afghanischen Schutzsuchenden und amerikanischem Personal sprechen wolle.
Bei seinem Besuch in Deutschland werde er auch mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zusammenkommen und gemeinsam mit ihm eine Videokonferenz mit anderen Amtskollegen zu Afghanistan abhalten. Einen genauen Zeitplan für die Stationen der Reise nannte Blinken zunächst nicht, hieß es bei der DPA. Weitere Details aus dem US-Außenministerium wurden aber noch im Laufe des Freitags (Ortszeit) erwartet.
Die Lage in Afghanistan eskalierte, nachdem US-Präsident Joe Biden im April seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, die US-Mission in Afghanistan zu beenden. Danach erhöhten die Kämpfer der radikal-islamistischen Bewegung *Taliban das Tempo ihrer Offensive und etablierten am 15. August innerhalb von mehreren Stunden kampflos die volle Kontrolle über Kabul. Daraufhin legte der afghanische Präsident, Aschraf Ghani, sein Amt nieder und floh aus dem Land. Kurz darauf gaben die Taliban bekannt, dass der Krieg in Afghanistan vorbei sei und die Regierungsform im Staat in naher Zukunft klar werden würde.
Ausländer aus Afghanistan in Deutschland

In Deutschland leben laut den Angaben des Portals Statista 271.805 Afghanen (Stand: 31. Dezember 2020). Im Jahr 2010 waren es 51.305 Menschen. Insgesamt lebten 11.432.460 Ausländer zum Ende 2020 im Land. In den Jahren 2001 bis 2020 seien insgesamt 5085 afghanische Staatsangehörige aus der Bundesrepublik Deutschland abgeschoben worden, davon 1497 nach Afghanistan, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag im April dieses Jahres hervor.

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Die einzige Provinz, die bisher nicht unter der Kontrolle der Taliban steht, ist Panjshir nordöstlich von Kabul, eine der flächen- und bevölkerungsmäßig kleinsten Regionen des Landes. Nach Angaben des Taliban-Sprechers Bilal Karimi von Freitag hat die Bewegung Panjshir unter ihre Kontrolle gebracht. Der Vize-Präsident Afghanistans Amrullah Saleh, der sich nach der Flucht von Präsident Ashraf Ghani zum Interimspräsidenten des Landes erklärt hatte, dementierte jedoch den entsprechenden Twitter-Beitrag von Karimi.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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