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Afghanistan will wirtschaftliches Comeback mithilfe Chinas

© REUTERS / STRINGERSprecher der radikal-islamistischen Organisation, Sabiullah Mudschahid
Sprecher der radikal-islamistischen Organisation, Sabiullah Mudschahid - SNA, 1920, 03.09.2021
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Die Taliban* wollen nach der Machtübernahme in Afghanistan möglichst schnell eine neue Regierung bilden und rechnen sogar mit einem wirtschaftlichen Comeback – mithilfe von China. Dies teilte der Sprecher der radikal-islamistischen Organisation, Sabiullah Mudschahid, in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ mit.
„China ist unser wichtigster Partner und stellt für uns eine grundlegende und außergewöhnliche Chance dar, weil es bereit ist, zu investieren und unser Land neu aufzubauen“, wird der Taliban-Sprecher im Interview zitiert.
Die Taliban hielten sehr viel von dem Projekt der „Neuen Seidenstraße“, einer Infrastrukturinitiative, mit der China seinen globalen Einfluss durch die Öffnung von neuen Handelswegen erhöhen will. Es gebe „reiche Kupferminen im Land, die dank den Chinesen wieder in Betrieb genommen und modernisiert werden können. Darüber hinaus ist China unser Passierschein zu den Märkten auf der ganzen Welt“, sagte Mudschahid.
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Angesprochen auf die Beziehungen zu Russland sagte er, die Taliban unterhielten gute Beziehungen zu „solch einem wichtigen Partner wie Russland“. Die Beziehungen zu Moskau seien „hauptsächlich politisch und wirtschaftlich. Russland vermittelt weiterhin für uns und mit uns die Voraussetzungen für einen internationalen Frieden.“
Er sagte weiter, die Taliban wollen so schnell wie möglich eine Regierung der nationalen Einheit bilden – eine kompakte Regierung mit der Hälfte der bisherigen Ministerien. Dabei schloss er aus, dass Frauen Ministerposten bekleiden würden. Sie könnten als Krankenschwestern, bei der Polizei oder als Assistentinnen in Ministerien arbeiten, sagte er, bestätigte aber, dass Frauen auch künftig an Universitäten studieren dürfen.
Ein großes Fragezeichen bei der Regierungsbildung gebe es aber mit der Provinz Panjshir, der einzigen Provinz, die immer noch nicht unter Kontrolle der Taliban steht. Der Dialog mit der Bevölkerung der Region sei erfolglos, sagte der Sprecher.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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