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30 mehr als im Vorjahreszeitraum: Zahl der Lebensmittel-Warnungen zugenommen

© SNA / Witalij BeloussowFleisch in Petrischale
Fleisch in Petrischale - SNA, 1920, 03.09.2021
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Knapp 200 staatliche Warnungen vor gefährlichen und unhygienischen Lebensmitteln sowie weiteren Produkten sind laut einer Auswertung seit Jahresbeginn festgestellt worden, was von einem deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeugt.
Wie die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf eine Auswertung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am Freitag berichtete, wurden auf dem staatlichen Portal „lebensmittelwarnung.de“ bis Ende August insgesamt 167 Warnungen veröffentlicht, 30 mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon betrafen 139 Meldungen Lebensmittel (39 mehr als im Vorjahreszeitraum), der Rest entfiel auf Bedarfsgegenstände und Kosmetika.
Im Lebensmittelbereich waren laut dem Bericht Grenzwertüberschreitungen, mikrobiologische Verunreinigungen und Fremdkörper-Funde häufig Anlass für eine Warnmeldung. Viele Rückrufe betrafen dabei Obst und Gemüse sowie Getreide und Backwaren, gefolgt von Fleisch, Geflügel und Wurst.
Zuletzt hatten mehrere große Rückrufaktionen für Aufsehen gesorgt. So hatte der Discounter Lidl wegen eines zu hohen Wirkstoffgehalts in hanfhaltigen Lebensmitteln Gebäck, Tee und Proteinriegel zurück gerufen. Zudem nahmen mehrere Hersteller Produkte vom Markt, weil die Zutat Johannisbrotkernmehl mit Spuren des krebserregenden Desinfektionsmittels Ethylenoxid verunreinigt war.
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