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Afghanistan
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Hilfsgelder gegen Bedingungen: Maas hält Finanzhilfe für Afghanistan für möglich

© REUTERS / ANNEGRET HILSEDer deutsche Außenminister Heiko Maas gibt einen Pressestatement vor einem Sondertreffen der EU-Außenminister am 17. August 2021 ab.
Der deutsche Außenminister Heiko Maas gibt einen Pressestatement vor einem Sondertreffen der EU-Außenminister am 17. August 2021 ab. - SNA, 1920, 02.09.2021
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Bundesaußenminister Heiko Maas hat am Donnerstag zu Beginn von Beratungen mit EU-Amtskollegen in Slowenien die Aufnahme der derzeit gestoppten Entwicklungshilfe-Zahlungen für Afghanistan für möglich gehalten.
Voraussetzung sei allerdings eine Regierung, die nicht nur aus Taliban* bestehe, so Maas. Zudem müssten grundlegende Menschen- und Frauenrechte gewahrt werden und Afghanistan dürfe zu keinem „neuen Hort für Terrorismus“ werden.
„Die meisten Menschen (...) werden aufgrund der geschlossenen Grenzen Afghanistan nicht verlassen können“, zitiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ Maas. „Deshalb muss man den Menschen in Afghanistan jetzt helfen, und dafür muss man auch mit den Taliban sprechen.“
Die EU-Partner habe Maas aufgefordert, bei dem Thema an einem Strang zu ziehen. „Es gibt in Afghanistan eine neue Realität – ob uns das gefällt oder nicht. Und wir haben jetzt keine Zeit mehr, die Wunden zu lecken“, sagte er. Wenn die Europäische Union eine Rolle spielen wolle, müsse man jetzt schnell handeln. Maas habe damit darauf angespielt, dass zum Beispiel China Macht und Einfluss in der Region ausbauen könnte.
Ähnlich wie Maas haben sich mehrere seiner Amtskollegen geäußert. Der österreichische Außenminister Schallenberg sprach von einem massiven „Misstrauensvorschuss“ gegenüber den Taliban. Dennoch seien Gespräche mit ihnen nötig.

Die Beratungen der EU-Außenminister sollen am Freitagnachmittag enden. Neben Afghanistan soll auch der Umgang mit China ein Thema sein.
Ahmad Massoud - SNA, 1920, 01.09.2021
Afghanistan
Afghanischer Botschafter: Taliban wollen Widerstandsanführer in Pandschir vernichten
Die Lage in Afghanistan eskalierte, nachdem US-Präsident Joe Biden im April seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, die US-Mission in Afghanistan zu beenden. Danach erhöhten die Kämpfer der radikal-islamistischen Bewegung Taliban das Tempo ihrer Offensive und etablierten am 15. August innerhalb von mehreren Stunden kampflos die volle Kontrolle über Kabul. Daraufhin legte der afghanische Präsident, Aschraf Ghani, sein Amt nieder und floh aus dem Land. Die einzige Provinz, die nicht unter der Kontrolle der Taliban steht, ist Panjshir nordöstlich von Kabul, eine der flächen- und bevölkerungsmäßig kleinsten Regionen des Landes.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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