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Australische Studie: Coronavirus-Evolution beschleunigt sich

Virus (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.09.2021
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Australische Biologen sind zu der Erkenntnis gekommen, dass sich das Auftauchen von mehreren gefährlicheren Varianten von Sars-CoV-2 in letzter Zeit mit dessen schnellerer Evolution erklären lässt. Ein Vorabdruck der Studie ist auf dem Portal medRxiv veröffentlicht worden.
Die Forscher verweisen darauf, dass das Coronavirus früher etwa zwei Mutationen im Monat durchlaufen habe. Heute seien es zehn bis 15 Mutationen.
Im vergangenen Jahr sind in der Welt vier neue Unterarten des Coronavirus Sars-CoV-2 entstanden, die die Weltgesundheitsorganisation als höchst bedrohlich (VOC/Variants of Concern) eingestuft hat. Das sind der britische, der südafrikanische, der brasilianische und der indische Stamm beziehungsweise Alpha, Beta, Gamma und Delta. Diese Varianten breiten sich leichter und schneller aus als andere, sie lösen einen schwereren Krankheitsverlauf aus und sind weniger resistent gegen Antikörper, die sich nach einer vorherigen Infektion oder Impfung gebildet haben.
Wie Forscher an der Universität Melbourne vermuten, liegt das Auftauchen gefährlicherer VOC-Varianten, die häufiger tödlich ausgehen, an einer beschleunigten Ansammlung von Mutationen unter dem Druck der positiven Auswahl.
Die Studienautoren haben genetische Sars-CoV-2-Konsequenzen aus der allgemein zugänglichen Datenbank GISAID analysiert und die Schnelligkeit der Evolution an den Zweigen des phylogenetischen Baums des Coronavirus im Rahmen unterschiedlicher Evolutionsmodelle bewertet.
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Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Geschwindigkeit der Sars-CoV-2-Evolution zwischen den Varianten deutlich schwankt und das Auftauchen neuer Varianten in vieler Hinsicht von der gelegentlichen Erhöhung der Evolutionsgeschwindigkeit abhängt.
Es wurde festgestellt, dass diese Geschwindigkeit in einzelnen Zeitabständen viermal so hoch ist wie die phylogenetische Geschwindigkeit. Infolgedessen entstehen neue Varianten in nur mehreren Wochen und nicht innerhalb von mehreren Monaten, wie man das im Hinblick auf das allgemeine Evolutionstempo hätte erwarten können.
Nach Einschätzung der Forscher sind für die Ansammlung von Mutationen, die für das Entstehen der Alpha-Variante verantwortlich waren, 14 Wochen und für die Varianten Beta, Gamma und Delta vier, 17 beziehungsweise sechs Wochen erforderlich gewesen. Dabei haben die Mutationen in einem Spike-Protein, das für das Eindringen des Virus in Wirtszellen verantwortlich ist, eine Schlüsselrolle gespielt. Der Studie zufolge erhöhen solche Mutationen die Infektionsfähigkeit und die Transmissivität neuer Sars-CoV-2-Varianten.
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