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China boykottiert „feminine Männer“ im Fernsehen

© AP Photo / Ng Han GuanEine Frau posiert vor einem Kiosks mit Unterhaltungszeitschriften (Symbolbild)
Eine Frau posiert vor einem Kiosks mit Unterhaltungszeitschriften (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.09.2021
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Nach den jüngsten Skandalen um seine Prominenten geht China hart gegen die Unterhaltungsindustrie vor.
Chinas Medienaufsichtsbehörde NRTA hat am Donnerstag den Acht-Punkte-Plan zur „weiteren Regulierung von Kunst- und Unterhaltungsshows und dem entsprechenden Personal“ veröffentlicht. Unter dem Abschnitt „Boykott von übertriebener Unterhaltung“ rief die Behörde die chinesischen TV-Anbieter dazu auf, „traditionelle chinesische Kultur, die Revolutionskultur und die sozialistische Kultur“ zu fördern und einen „korrekten Schönheitsstandard" einzuführen.
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Darunter wird auch der Boykott von „Sissy Idols“, also männlichen Prominenten „mit einem weiblichen Stil und andere abnormale Ästhetik“ verstanden. Der Punkt bezieht sich auf einen Trend zu einem eher weiblichen oder androgynen Aussehen von Sängern und Schauspielern, der derzeit in Asien erkennbar ist.
Laut diesen Leitlinien sollen auch Personen vom chinesischen Fernsehen verbannt werden, die gegen Gesetze verstoßen haben oder deren Verhalten und Äußerungen gegen die „öffentliche Ordnung und Moral“ verstoßen. Hinzukommen auch die „Idol-Audition-Shows“, die eine bösartige „Fankultur“ fördern. Zudem müssen übermäßig hohe Gagen für Schauspieljobs unter Kontrolle gebracht werden, und somit auch die Anreize für extravagante Ausgaben. Auch die Kinder von Stars dürfen laut dem Schreiben nicht mehr bei Fernsehshows auftreten.
Als Grund für das harte Vorgehen gegen die Fan-Kultur in China werden in den Medien Skandale um chinesische Stars angeführt. So erhielt Zheng Shuang, eine der beliebtesten Schauspielerinnen Chinas, Anfang des Jahres nach einem Leihmutterschaftsskandal ein Berufsverbot.
Im vergangenen Monat wurde sie Medienberichten zufolge auch wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 299 Millionen Yuan (38,8 Millionen Euro) verurteilt. Auch andere Künstler waren mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Mitte August wurde Kris Wu, ein chinesisch-kanadischer Sänger, von der chinesischen Polizei festgenommen, nachdem mehrere Frauen ihn der Vergewaltigung beschuldigt hatten.
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Daraufhin teilte die zentrale Propagandaabteilung laut „SCMP“ mit, dass eine Säuberung der Branche angebracht sei. Demnach müssen Online-Plattformen zur Verantwortung gezogen werden und Inhalte von Spielshows und Spielen stärker überwacht werden. Die Propagandaabteilung will auch Strafen für gesetzwidrige oder unmoralische Entertainer verschärfen, um weitere rechtliche Verstöße zu verhindern.
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