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Rund 20.000 Kilometer bis zu Endstation: EU schickt Sonderzug auf 36-tägige Fahrt

© CC0 / jonasreichard Ein Zug der Deutschen Bahn
Ein Zug der Deutschen Bahn - SNA, 1920, 02.09.2021
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Auf seiner 36-tägigen Reise quer durch die EU soll der Sonderzug der Europäischen Union „Connecting Europe Express“ als Teil der Kampagne zur Förderung des Bahnverkehrs für dieses Verkehrsmittel werben.
Der „Connecting Europe Express“ sollte am Donnerstag kurz vor 17 Uhr (MESZ) im Lissabonner Gare do Oriente losfahren. Bis zum Erreichen der Endstation am 7. Oktober in Paris wird der Zug rund 20.000 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich: Die Transsibirische Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok gilt mit mehr als 9000 Kilometern als die längste durchgehende Strecke der Welt.
Es handelt sich um die wohl sichtbarste Kampagne des Europäischen Jahres der Schiene. Mit dieser Initiative will die EU-Kommission zur Stärkung der Bahn als „nachhaltiges, innovatives und sicheres“ Verkehrsmittel beitragen. Geplant sind Stopps in mehr als 100 Städten, darunter zwischen dem 26. September und dem 3. Oktober auch elf in Deutschland: München, Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Frankfurt am Main, Leipzig, Halle, Berlin, Hamburg, Bremen und Bad Bentheim.
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Im dem Zug soll es unter anderem Gespräche mit Politikern und Experten zu verschiedenen Verkehrsthemen geben. Auf den Bahnhöfen sind Veranstaltungen geplant. Bei den längeren Stopps, etwa in Berlin oder in München, kann ein Sonderwagen mit einer Ausstellung über neue Technologien und Infrastrukturprojekte im Schienenverkehr in Europa besichtigt werden. Reisende und auch gütertransportierende Unternehmen will man damit zum Umstieg auf die Bahn bewegen. Der Schienentransport mache nur 0,4 Prozent der EU-Treibhausgasemissionen aus, der restliche Verkehr 25 Prozent.
„Dieser Zug ist ein Symbol dafür, wie eng die Länder, Städte und Bürgerinnen und Bürger in Europa miteinander verbunden sind, aber auch welche gemeinsame Arbeit noch vor uns liegt, bevor die Schiene zur bevorzugten Verkehrsart wird“, sagte die für Verkehr zuständige Kommissarin Adina Vălean. Wegen verschiedener Spurweiten müssen drei verschiedene Züge eingesetzt werden. Einer auf der iberischen Spurweite in Portugal und Spanien, ein baltischer Zug in Estland, Lettland und Litauen sowie der europäische Standardzug auf dem Rest der Strecke.
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