Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Umfrage: LGBTQ-Community wählt grün – und die CDU aus dem Bundestag

© CC0 / SatyaPrem / PixabayLGBT-Flagge (Symbolbild)
LGBT-Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.09.2021
Abonnieren
Mehr als die Hälfte der LGBTQ-Wählerinnen und -Wähler will bei der kommenden Bundestagswahl die Grünen wählen. Wenn es nach der queeren Community ginge, würde es die Union nicht einmal in den Bundestag schaffen. So das Ergebnis einer Umfrage der Uni Gießen.
52,5 Prozent der Befragten LGBTIQ-Vertreter würden die Grünen wählen. Auch „Die Linke“ kann erfolgreich 17,4% der befragten LGBTQ-Wähler überzeugen. Diese Zustimmungswerte liegen weit über den aktuellen Ratings dieser beiden Parteien, wie sie konventionelle Wahlumfragen unter den allgemeinen Wahlberechtigten in Deutschland gegenwärtig erheben. Am anderen Ende der Skala landen die Union (CDU/CSU) und die AfD, die mit jeweils 3,2 Prozent und 2,0 Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern und es damit nicht einmal in den Bundestag schaffen würden, wenn die LGBTQ-Community das alleinige Sagen hätten.
Auch die „Volkspartei“ SPD schneidet bei queeren Menschen mit 9,1 Prozent eher dürftig ab, genauso wie die FDP mit 7,1 Prozent. Abseits der im Bundestag repräsentierten Parteien äußerten nicht wenige der befragten LGBTIQ-Wähler eine Präferenz für kleinere Parteien, wie die paneuropäische Partei VOLT, die Piratenpartei, die Satire-Partei „DiePartei“ sowie die Partei der Humanisten.

Volksparteien verlieren weiter

An der bundesweiten LGBTIQ-Wahlstudie der Jstus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) beteiligten sich zwischen 15. Juli bis zum 15. August 5149 Personen. Das Akronym LGBTIQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell und für Personen, die sich hinsichtlich ihrer sexuelle Orientierung anderweitig als „queer“ bezeichnen.
Linksfraktionschef Dietmar Bartsch - SNA, 1920, 01.09.2021
Bartsch prognostiziert: „Merkel zu Weihnachten noch Bundeskanzlerin“

Unterschiede in Bezug auf die sexuelle Orientierung

Die größte Teilgruppe der befragten LGBTIQ-Vertreter in der Studie stellt die der schwulen Männer dar. Hier zeigt sich, dass Schwule im Vergleich zur gesamten Stichprobe, aber insbesondere auch im Vergleich zu Lesben, eine größere Präferenz für FDP und SPD, aber auch für CDU/CSU und AfD haben (wenn auch auf niedrigem Niveau). Während beispielsweise nur 2,4 Prozent der befragten Lesben bei der anstehenden Bundestagswahl die FDP wählen möchten, sind es unter den Schwulen 11,2 Prozent. Bei den Lesben ist die Präferenz für Die Linke (16,2 Prozent) indes etwas weniger stark ausgeprägt als im Durchschnitt der Studie; auch davon profitieren Bündnis90/Die Grünen (63,3 Prozent).

LGBTIQ-Frauen wählen Grüne, Männer auch mal FDP oder AfD

Im Online-Fragebogen der LGBTIQ-Wahlstudie hatten die Teilnehmer auch Gelegenheit, ihre Parteipräferenz mit eigenen Worten zu begründen. Viele begründen hier ihre Wahlentscheidung damit, dass sie sich für das „geringere Übel“ entscheiden oder aber eine bestimmte Partei aus strategischen Gründen wählen. Es handelt sich also oft um eine Art Negativauswahl – gewählt wird, was am Ende der Ablehnungen übrigbleibt. Im Vergleich der konkurrierenden Parteien fällt auf, dass der Frauenanteil bei den Grünen-Wählern am höchsten ist. Damit unterscheidet sich das Wählerprofil der Grünen markant von jenem der FDP und der AfD, die mit 85,9 Prozent beziehungsweise 84,5 Prozent eine starke Männerdominanz aufweisen.
Wahllokal (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.09.2021
Frauenrechtsorganisationen rufen auf, bei der Bundestagswahl feministisch zu wählen
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала