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Dritte Streikrunde der GDL trifft auch den Güterverkehr hart

GDL-Streik - SNA, 1920, 01.09.2021
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Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat angekündigt, am Mittwochabend in die dritte Streikrunde zu gehen. Diese soll sowohl Personennahverkehr als auch Güterverkehr betreffen und bis zum 7. September dauern.
Seit Monaten tobt der Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL. Der Gewerkschaft geht es um höhere Löhne und den Schutz der Betriebsrente für alle Eisenbahner. „Die Stimmung in den Betrieben ist extrem angespannt, weil die Arbeitgeber den Eisenbahnern kaltschnäuzig ihre in den Tarifverträgen erworbenen Rechte entziehen“ , wird GDL-Chef Claus Weselsky vom „Focus“ zitiert. Der Deutschen Bahn wirft die Gewerkschaft einen Verweigerungskurs vor. „Mit inhaltsleeren Scheinofferten und fadenscheinigen Desinformationskampagnen willfähriger Politiker wollen die Manager die GDL diskreditieren“, so Weselsky. „Doch das sind alles alte Hüte. Der wahre Verweigerer ist die DB, darüber können die Tricks aus der Mottenkiste der DB-PR-Maschinerie nicht hinwegtäuschen. Hätten die hochbezahlten Führungskräfte nicht so eine kurze Halbwertzeit im Konzern, wüssten sie, dass der GDL und ihren Mitgliedern damit nicht beizukommen ist.“
Davon will die Gegenseite nichts wissen. „Der GDL-Spitze geht es ausschließlich darum, ihre Macht auszuweiten – und das zulasten der Reisenden und der Wirtschaft“, so DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Ein Tarifvertrag wird in Verhandlungen erzielt und lässt sich nicht diktieren. Wenn die GDL wirklich eine Lösung will, dann muss sie endlich an den Tisch kommen.“
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Statt an den Verhandlungstisch geht es am Mittwochabend jedoch in eine neue Streikrunde. Nach GDL-Angaben wird am 1. September ab 17 Uhr der Güterverkehr bestreikt. In der Nacht auf den Donnerstag kommen Streiks im Personennahverkehr und der Infrastruktur hinzu. Diese dritte Streikrunde soll bis zum 7. September andauern.
Die eh schon genervten Fahrgäste müssen sich erneut auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Doch nicht nur die sind schwer betroffen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, machen die Streiks im Güterverkehr den Unternehmen in Deutschland zunehmend zu schaffen. Lieferketten werden unterbrochen, Transporte müssen umdisponiert werden. „Auch bei Unternehmen, die vorgesorgt haben, sind irgendwann die Lager leer“, erklärte der Logistikexperte des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. „Es kann dadurch schon zu ersten Ausfällen kommen.“
Ein Teil der Transporte kann alternativ mit Lastwagen, Schiffen oder auf dem Luftweg abgewickelt werden, doch für bestimmte Stoffe, wie z.B. Chemikalien, ist der Schienenverkehr üblicherweise vorgeschrieben.
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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) nannte den mittlerweile dritten Streik der GDL in der laufenden Tarifrunde unverhältnismäßig und unverantwortlich, berichtet die DPA. BDI-Präsident Siegfried Russwurm warnte vor Produktionsausfällen.
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