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Afghanistan
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„Reporter ohne Grenzen“ fordern Visa für afghanische Journalisten und ihre Familien

© SNA / Said Sakeria  / Zur BilddatenbankMenschen auf einer Straße in Kabul
Menschen auf einer Straße in Kabul - SNA, 1920, 01.09.2021
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Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ hat erneut auf die Gefährdungslage für afghanische Journalisten hingewiesen und die Bundesregierung aufgefordert, eine Grundsatzentscheidung für Visa für in Drittstaaten gestrandete bedrohte Medienschaffende zu treffen.
Nach dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan werde die Lage für afghanische Medienschaffende immer bedrohlicher, so „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) in ihrer Pressemitteilung vom Dienstag. In ihrer Verzweiflung seien einige auf eigene Faust in Nachbarländer geflüchtet, doch täglich würde allein die deutsche Sektion der Organisation Dutzende Hilferufe von Medienschaffenden aus Afghanistan erreichen.
Im Rahmen der zivilgesellschaftlichen „Luftbrücke Kabul“ sei es in der Nacht zum Sonntag geglückt, 189 Personen außer Landes zu schaffen, darunter sechs Medienschaffende und ihre Angehörigen. Ein zweiter Konvoi, in dem sich neun von ROG betreute höchst gefährdete Medienschaffende und ihre Angehörigen befunden hätten, insgesamt 23 Personen, habe allerdings zurückbleiben müssen.
„Unsere Rettungsaktion für afghanische Medienschaffende ist der größte Kraftakt in der Geschichte unserer Organisation. Wir freuen uns mit jeder Journalistin und jedem Journalisten, die mit unserer Hilfe das Land verlassen konnten. Gleichzeitig sind wir unendlich betroffen, dass wir so vielen noch nicht helfen konnten“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Die einzige Hoffnung für die noch in Afghanistan zurückgebliebenen Medienschaffenden ist die Aussicht auf eine Zukunftsperspektive: Haben sie eine Chance auf ein Deutschland-Visum? Ist es für sie zu verantworten, sich auf den gefährlichen Weg in ein Nachbarland zu machen? Die Bundesregierung hat die humanitäre Verpflichtung, diese Journalistinnen und Journalisten nicht einfach ihrem Schicksal zu überlassen.“
Afghanen fliehen nach Pakistan - SNA, 1920, 01.09.2021
Grenzübergang in Chaman: Afghanen fliehen nach Pakistan
Die Organisation habe eine Namensliste mit besonders gefährdeten afghanischen Journalistinnen und Journalisten zusammengestellt und mehrfach aktualisiert an das für Afghanistan verantwortliche Lagezentrum der Bundesregierung geschickt. Zuletzt umfasste die Liste der deutschen Sektion der Organisation rund 90 Namen afghanischer Journalistinnen und Journalisten, 29 von ihnen sind Frauen. Hinzu kommen die Familienangehörigen von fünf in Deutschland lebenden Exiljournalistinnen und -journalisten. Auf der Liste des internationalen Sekretariats von Reporter ohne Grenzen stehen zusätzlich derzeit 67 Journalistinnen und Journalisten.
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