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Polens Grenzschutz meldet 3500 Versuche illegalen Grenzübertritts im August

© REUTERS / KACPER PEMPELPolnisch-belarussische Grenze
Polnisch-belarussische Grenze - SNA, 1920, 01.09.2021
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Polens Grenzschützer haben im August an der Grenze zu Weißrussland rund 3500 Versuche einer illegalen Einreise registriert. Wie die Grenzschützer am Mittwoch mitteilten, ist es in rund 2500 Fällen gelungen, den Grenzübertritt zu verhindern.
Etwa tausend Migranten seien in Gewahrsam genommen worden. Im August 2020 registrierte der Grenzschutz an der 418 Kilometer langen Grenze zwischen beiden Ländern keinen einzigen illegalen Grenzübertritt.
Seit mehr als drei Wochen sitzt in der Nähe des Grenzorts Usnarz Gorny eine Gruppe von Migranten aus Afghanistan fest, die Polen nicht ins Land lässt. Die Hilfsorganisation „Ocalenie“ (Rettung) spricht von 32 Menschen, deren Versorgungs- und Gesundheitszustand sich zunehmend verschlechtere.
Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes handelt es sich dagegen um 24 bis 30 Personen, unter denen es eine „Rotation“ gäbe. „Heute sind zwei neue Personen dabei“, schrieben die Grenzschützer am Mittwoch auf Twitter. „Die weißrussischen Sicherheitskräfte bringen ihnen regelmäßig Essen, Getränke, warme Mahlzeiten, Feuerholz und sogar Zigaretten und Süßigkeiten.“ Dazu postete der Grenzschutz Bilder von Männern vor zwei Zelten, die Getränke in der Hand halten. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen, da Polen das Gebiet großräumig abgesperrt hat und weder Medienvertreter noch Helfer zu der Gruppe vorlässt.
Am Dienstag hatte der Ministerpräsident des Landes, Mateusz Morawiecki, bekannt gegeben, dass Polen den Ausnahmezustand in der Grenzregion zu Weißrussland verhängen wolle.
Polen hatte bereits in der vergangenen Woche begonnen, an der 418 Kilometer langen Grenze zu Weißrussland einen 2,5 Meter hohen Zaun zu bauen.
Migranten an Grenze zu Belarus - SNA, 1920, 31.08.2021
Zustrom illegaler Migranten: Polen will Ausnahmezustand an Grenze zu Belarus
Der weißrussische Präsident, Alexander Lukaschenko, hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen. Seitdem verlassen Migranten aus dem Nahen Osten Weißrussland in Richtung Litauen, zuletzt nahm auch der Druck auf Polen zu.
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