Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Islamistische Gefährder in Bundesrepublik: Die meisten sind Deutsche – Syrer an zweiter Stelle

© AP Photo / Jean-Francois BadiasPolizei in Deutschland (Archivbild)
Polizei in Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 01.09.2021
Abonnieren
Die meisten islamistischen Gefährder in Deutschland sind Bundesbürger, Syrer sind die zweitgrößte Gruppe. Der Anteil der Afghanen unter den Islamisten ist dagegen gering. Das folgt aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Martin Hess und seiner Fraktion, die der DPA vorliegt.
Laut der Antwort hatten die Polizeibehörden am 1. Juli dieses Jahres im Bereich der „religiösen Ideologie“ insgesamt 330 Gefährder auf dem Schirm, die sich im Inland aufhielten.
186 von ihnen seien entweder ausschließlich deutsche Staatsbürger gewesen oder hätten neben der deutschen noch eine zweite Staatsbürgerschaft besessen. Bei den 144 ausländischen islamistischen Gefährdern handelt es sich um 61 Syrer.
Dahinter folgten mit großem Abstand Iraker (17 Gefährder), russische Staatsbürger (13) und radikale Islamisten aus der Türkei (11). Bei acht islamistischen Gefährdern sei die Staatsangehörigkeit ungeklärt gewesen, zwei seien staatenlos.
Afghanistan zählt neben Syrien und dem Irak seit Jahren zu den Hauptherkunftsländern der Asylsuchenden in Deutschland. Dennoch gehörte zu den am 1. Juli aktenkundigen Gefährdern, die sich in Deutschland aufhielten, lediglich ein Afghane – neben sieben „relevanten Personen“ aus Afghanistan.
Streifenwagen in Hamburg (Archiv) - SNA, 1920, 06.08.2021
Zahl islamistischer Gefährder in Deutschland seit 2018 um mehr als ein Viertel gesunken
Anfang August teilte die DPA unter Verweis auf eine Antwort der Bundesregierung mit, dass die Zahl islamistischer Gefährder in Deutschland seit 2018 um mehr als ein Viertel gesunken sei.
Demnach wurden im Juli bundesweit 564 Menschen im Bereich „religiöse Ideologie“ als sogenannte Gefährder eingestuft. Im Juli 2018 hatten die Staatsschutz-Abteilungen noch 774 potenziell gefährliche Islamisten im Visier gehabt.
Als Gefährder bezeichnet man im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen, denen die Polizei schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut. Daneben hat die Polizei auch sogenannte relevante Personen im Blick. Zum Kreis der „relevanten Personen“ zählt, wer in der Szene als „Führungsperson“, als „Akteur“ oder als Logistiker und Unterstützer agiert.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала