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„Bei null, wenn nicht gar im Minus“: Putin zieht Fazit aus US-Einsatz in Afghanistan

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankIn der Nähe des Flughafens Kabul
In der Nähe des Flughafens Kabul  - SNA, 1920, 01.09.2021
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Der 20 Jahre lange US-Einsatz in Afghanistan, bei dem Washington seine Standards zum Aufbau der Gesellschaft umsetzte, hat laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu null oder sogar zu negativen Ergebnissen geführt.
„20 Jahre lang waren die US-Truppen auf diesem Territorium präsent und versuchten, die Leute zu zivilisieren – im Grunde genommen versuchten sie, ihre eigenen Normen und Lebensstandards im breiten Sinne, darunter im politischen Leben, zu implementieren. Im Ergebnis gibt es nur Tragödien, Verluste – für diejenigen, die das getan haben und umso mehr für die Leute, die in Afghanistan leben“, sagte Putin am Mittwoch.
„Das Ergebnis liegt bei null, wenn nicht gar im Minus“.
Putin betonte, es sei unmöglich, etwas von außen aufzuzwingen. Man müsse helfen und warten, bis die Situation reift. Helfen müsse man aber auf zivilisierte Weise: Vorsichtig, langsam, geduldig und dabei positive Tendenzen beibehalten.

Lawrow über die Lage und aktuellen Aufgaben in Afghanistan

Laut dem russischen Außenminister, Sergej Lawrow, ist es für Moskau im Zusammenhang mit der Lage in Afghanistan jetzt am wichtigsten, die Sicherheit seiner Verbündeten in Zentralasien zu gewährleisten. Davon hänge die Sicherheit der südlichen Grenzen der Russischen Föderation direkt ab.
Lawrow nannte die Versuche, das westliche Modell der Demokratie Afghanistan aufzuzwingen, den größten Fehler. Afghanistan sei ein Land, „das traditionell dezentralisiert war, wo Clan- und andere Verbindungen und Beziehungen zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen eine große Rolle spielten“. Die Hauptstadt habe all diese Beziehungen aber immer irgendwie ausbalanciert.
Afghanistans Präsident Aschraf Ghani - SNA, 1920, 01.09.2021
Afghanistan
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„Jetzt, nach dem Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan, ist es für uns am wichtigsten, die Sicherheit unserer Verbündeten, der Länder Zentralasiens zu sichern“, sagte Lawrow. „Ich hoffe sehr, dass wir uns gemeinsam auf Schritte einigen werden, dank denen in Afghanistan Bedingungen für die Bildung einer landesweiten Führung geschaffen werden. Wir arbeiten derzeit aktiv in diese Richtung“.
Anfang August hat die radikal-islamistische Organisation Taliban* die Offensive gegen Regierungstruppen in Afghanistan intensiviert. Die Taliban drangen am 15. August in die Hauptstadt ein. Sie übernahmen die Kontrolle über den Präsidentenpalast und verkündeten am 16. August, dass der Krieg in Afghanistan vorbei sei sowie die Regierungsform des Staates in naher Zukunft geklärt werde. Die einzige Provinz, die immer noch nicht unter ihrer Kontrolle steht, ist Panjshir, nordöstlich von Kabul.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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