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Afghanistan
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Nach US-Truppenabzug: Afghanistans Vize-Präsident Saleh nennt die USA „Minimacht“

© AFP 2021 / SAJJAD HUSSAINAfghanistans Vize-Präsident Amrullah Saleh
Afghanistans Vize-Präsident Amrullah Saleh - SNA, 1920, 31.08.2021
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Nach dem Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan haben die Vereinigten Staaten beschlossen, eine „Minimacht“ zu werden. Dies twitterte am Dienstag der Vize-Präsident Afghanistans Amrullah Saleh, der sich vor etwa zwei Wochen zum Interimspräsidenten des Landes erklärte.
„Afghanistan hat man nicht verpackt und nicht in einer Tasche mit dem letzten US-Soldaten weggebracht. Das Land bleibt erhalten. Die Flüsse fließen nach wie vor und die Berge sind majestätisch. Die Taliban* sind eine unbeliebte Marionettenkraft und werden gehasst. Daher will das ganze Land vor ihnen fliehen. Eine Supermacht hat beschlossen, eine Minimacht zu werden. Das ist normal“, twitterte Saleh.

US-Truppenabzug aus Afghanistan abgeschlossen

In der Nacht auf Dienstag haben die Vereinigten Staaten den Militäreinsatz in Afghanistan mit dem Abzug ihrer letzten Soldaten vom Flughafen Kabul für beendet erklärt. Damit ende auch die militärische Mission zur Evakuierung von Amerikanern, Verbündeten und schutzsuchenden Afghanen, sagte US-General Kenneth McKenzie. Das letzte US-Militärflugzeug habe vom Kabuler Flughafen abgehoben. Immer noch befinden sich aber Zehntausende Menschen in Afghanistan, die vor den Taliban fliehen wollen – bei den meisten handelt es sich um Afghanen.
Am 17. August hatte sich der afghanische Erste Vizepräsident Amrullah Saleh in Abwesenheit des Präsidenten zum Interimspräsidenten des Landes erklärt und in einer Twitter-Botschaft die Mitbürger aufgerufen, den Taliban zu widerstehen.
Amrullah Saleh - SNA, 1920, 17.08.2021
Afghanistan
Afghanischer Präsident auf der Flucht: Amrullah Saleh erklärt sich zum provisorischen Staatschef
Seit der Flucht von Staatspräsident Ashraf Ghani aufgrund des Vormarsches der Taliban ist Saleh einer der Anführer des sogenannten Pandschschir-Widerstands.
Gefallene der westlichen Allianz in Afghanistan

Bei den Operationen OEF (Operation Enduring Freedom, 2001-2014) und OFS (Operation Freedom's Sentinel, 2015-2021) sind in Afghanistan rund 3600 Soldaten und Soldatinnen der westlichen Allianz gestorben (Stand: 22.03.2021), erklärte das Portal Staista Anfang Juli. Die meisten Verluste hatten die Vereinigten Staaten (2452 Soldaten) und das Vereinigte Königreich (455 Soldaten). Darüber hinaus verloren über 150 Kanadier und mehr als 80 Franzosen ihr Leben. Rund 400 in Afghanistan gefallene oder verunglückte Soldaten stammten aus anderen Ländern. Deutschland verlor dort 59 Bundeswehr-Soldaten.

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Einige Wochen zuvor hat sich die Situation in der Republik angesichts des US-Truppenabzugs drastisch verschärft: Die Taliban leiteten eine Offensive gegen größere Städte ein und brachten Kabul vollständig unter ihre Kontrolle.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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