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Afghanistan
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UN-Chef warnt vor humanitärer Katastrophe in Afghanistan

© SNA / Wladimir AstapkowitschAntonio Guterres
Antonio Guterres  - SNA, 1920, 31.08.2021
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UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat am Dienstag vor einer drohenden humanitären Katastrophe in Afghanistan gewarnt und die Länder aufgerufen, nach dem Abzug der US-Streitkräfte Soforthilfen bereitzustellen.
„An dem Tag, an dem Afghanistan in eine neue Phase eintritt, möchte ich meine tiefe Besorgnis über die sich verschärfende humanitäre und wirtschaftliche Krise des Landes und den drohenden völligen Zusammenbruch der Grundversorgung zum Ausdruck bringen“, heißt es in einer offiziellen Erklärung von Guterres.
Heute benötige fast die Hälfte der Bevölkerung Afghanistans – 18 Millionen Menschen – humanitäre Hilfe, um zu überleben. Jeder dritte Afghane wisse nicht, woher seine nächste Mahlzeit kommen solle. Mehr als die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren würden voraussichtlich im nächsten Jahr akut unterernährt sein. Die Menschen verlören jeden Tag den Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen, so der UN-Generalsekretär.
„Eine humanitäre Katastrophe droht“, sagte Guterres.
Afghanische Kinder, Frauen und Männer brauchten heute mehr denn je die Unterstützung und Solidarität der internationalen Gemeinschaft. Die Verpflichtung des humanitären Systems, zu bleiben und zu liefern, werde nicht nachlassen, sagte er. „Bereits in diesem Jahr haben wir acht Millionen Menschen geholfen. In den letzten zwei Wochen haben wir 80.000 Menschen mit Lebensmitteln und Tausenden vertriebenen Familien Hilfspakete geliefert. Gestern haben wir 12,5 Tonnen medizinisches Material ins Land geflogen.“
„Ich fordere alle Mitgliedsstaaten auf, in der dunkelsten Stunde der Not tief für das afghanische Volk zu graben. Ich rufe sie auf, eine rechtzeitige, flexible und umfassende Finanzierung bereitzustellen“, sagte der UN-Chef.

Machtergreifung durch Taliban in Afghanistan

Vor dem Hintergrund des Abzugs des US-Militärkontingents aus Afghanistan haben die Taliban* eine Offensive eingeleitet und alle größeren Städte besetzt. Präsident Aschraf Ghani ist aus dem Land geflüchtet.
Ein Taliban-Kämpfer - SNA, 1920, 30.08.2021
Moskau: US-Waffen in Afghanistan dürfen nicht für Bürgerkrieg genutzt werden
Wie der amtliche Sprecher des politischen Büros der Taliban, Mohammad Naim, erklärte, sei der Krieg beendet. In nächster Zeit solle die neue Regierungsform bestimmt werden. Die Taliban wollten keine Übergangsregierung, so Naim.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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