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Afghanistan
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Nach Abzug amerikanischer Truppen: Taliban fliegen wohl US-Black Hawk über Afghanistan – Video

© AFP 2021 / Hoshang HashimiTaliban-Kämpfer
Taliban-Kämpfer - SNA, 1920, 31.08.2021
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Während die US-Truppen Afghanistan verlassen, reißen sich die Taliban* die von ihnen zurückgelassene Militärausrüstung kurzerhand unter den Nagel. Seit Tagen gehen Fotos und Videos viral, auf denen Islamisten neben ihrer Beute posieren und das Ende der langjährigen Besatzung feiern. Auch Black Hawk-Flieger scheinen in ihrem Besitz zu sein.
Inzwischen haben die Taliban schätzungsweise mehr Black-Hawk-Hubschrauber als 85 Prozent der Welt, nachdem die USA ihre militärische Ausrüstung im Wert von 85 Milliarden Dollar zurückgelassen haben. Darüber berichtet die britische Internet-Zeitung „The Independent“.
Die Taliban scheinen allerdings nun die einzige Extremistengruppe mit einer eigenen Luftwaffe zu sein.
Berichten und Twitter-Videos zufolge flogen die Taliban kürzlich auch einen in den USA hergestellten Black Hawk-Hubschrauber über dem afghanischen Kandahar:
Viele Twitter-Nutzer scheint zu interessieren, wie ein Taliban-Kämpfer in der Lage sein kann, einen notorisch schwierigen Hubschrauber wie den amerikanischen UH-60 ohne angemessene Ausbildung zu bedienen.
Ein zweites, viel fragwürdigeres UH-60 Black-Hawk-Video sorgte für allgemeine Aufregung, nachdem die amerikanische Podcast-Moderatorin Liz Wheeler in ihrem Twitter-Profil behauptet hatte, es sähe so aus, als würden die Taliban „jemanden an dem UH-60 aufhängen“:
Dabei wälzt sie die Schuld für das, was sich da abspielt, auf den US-Präsidenten, Joe Biden, ab.
„Unsere Luftwaffe! Zu diesem Zeitpunkt fliegen die Luftwaffenhubschrauber des Islamischen Emirats über die Stadt Kandahar und patrouillieren die Stadt“, lautet die Überschrift zu diesem Video auf der Twitter-Seite der „Talib Times“.
Zuvor war bekannt geworden, dass die Taliban eine große Menge amerikanischer Militärausrüstung sowie Kampfausrüstung für Soldaten in Besitz genommen haben. Bei ihrem Abzug ließen die US-Truppen zahlreiche Flugzeuge, Hubschrauber, gepanzerte Fahrzeuge, Kleinwaffen, Munition sowie das C-RAM-Raketenabwehrsystem funktionsunfähig zurück.

„Amerika wurde besiegt“

Nach dem vollständigen Abzug der letzten US-Truppen aus Kabul veranstalteten die Taliban am Dienstag in der Hauptstadt eine große Feier und hielten dabei eine Parade zum Tag der Erlangung der vollen Unabhängigkeit Afghanistans ab:
„Amerika wurde besiegt, sie konnten ihre Ziele durch Militäroperationen nicht erreichen“, schreiben die „Talib Times“ auf Twitter.
Auf den zahlreichen auf Twitter die Runde machenden Videos jubeln die Taliban und sprechen von einem historischen Moment. In den sozialen Medien beglückwünschen sich Taliban-Anhänger gegenseitig. Auch von stundenlang in die Luft abgefeuerten Freudenschüssen wurde berichtet.

US-Truppen beenden ihre Afghanistan-Mission

Nachdem die meisten am Militäreinsatz beteiligten Länder, darunter auch Deutschland, ihre Truppen aus Afghanistan abgezogen und ihre Afghanistan-Mission für beendet erklärt hatten, hob am Montag eine Minute vor Mitternacht (Ortszeit) die letzte US-Militärmaschine vom Flughafen Kabul ab. Damit verließen die Vereinigten Staaten nach einem fast 20-jährigen Militäreinsatz vollständig das Konfliktland.
Sie haben den von US-Präsident Joe Biden vorgegebenen Zeitplan eingehalten, der den Truppenabzug – gemäß der Vereinbarung mit den Taliban – bis spätestens zum 31. August vorsah.
Nach den jüngsten Angaben des US-Generals Kenneth McKenzie haben die USA und ihre Verbündeten es geschafft, mehr als 123.000 Zivilisten aus Afghanistan auszufliegen.
Nach Militärangaben wurden bislang allerdings nicht alle US-Bürger ausgeflogen, die Afghanistan verlassen wollten. Die USA wollten sich weiterhin für ihre Ausreise einsetzen. Auch zahlreiche Briten halten sich momentan im Land auf.
Ein Taliban-Kämpfer - SNA, 1920, 30.08.2021
Moskau: US-Waffen in Afghanistan dürfen nicht für Bürgerkrieg genutzt werden
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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