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Sächsisches Ministerium verbietet Gender-Sterne in Dresdens Schulen

© REUTERS / AXEL SCHMIDTSchule in Deutschland
Schule in Deutschland - SNA, 1920, 31.08.2021
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Das sächsische Kultusministerium verbietet an den Schulen besondere Zeichen für geschlechtergerechte Sprache und schlägt Alternativen vor. Darüber schreiben die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN). Demnach hat das Ministerium ein entsprechendes Schreiben an die sächsischen Schulen gerichtet.
„Die Verwendung von Sonderzeichen wie Gender-Stern, Gender-Doppelpunkt, Gender-Unterstrich oder Doppelpunkt im Wortinneren erfüllt weder die Kriterien für eine gendergerechte Schreibung noch entspricht sie den aktuellen Festlegungen des Amtlichen Regelwerks, welches die Grundlage für die deutsche Rechtschreibung bildet und somit auch für die Schulen gilt“, zitierte das Blatt daraus.
Wie es laut den DNN weiter heißt, sind diese Zeichen daher in der Schule und in offiziellen Schreiben des Lehrkörpers nicht zu verwenden.
Dennoch sind laut den DNN geschlechtsbezogene Paarformen wie „Schülerinnen und Schüler” oder geschlechtsneutrale Formulierungen wie „Lehrkräfte” denkbar. Zudem dürfe geschlechtergerechte Sprache Thema im Deutschunterricht sein.

Fast zwei Drittel der Deutschen lehnen gendergerechte Sprache ab

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap will die Mehrheit in der deutschen Gesellschaft keine stärkere Berücksichtigung unterschiedlicher Geschlechter in der Sprache.
Deutsch sprechen - SNA, 1920, 26.03.2021
Geschlechtergerechte Sprache: Weder Genderstern noch andere verkürzte Formen empfohlen
Demnach glauben 65 Prozent der deutschen Bevölkerung, dass die Formulierungen wie „Zuhörende“ statt „Zuhörer“, die Nutzung des großen Binnen-I („WählerInnen“) oder des Gendersternchens nicht in die schriftliche Sprache gehörten. Genauso wie eine Kunstpause vor der zweiten Worthälfte („Pendler_innen“) beim Sprechen. Noch vor einem Jahr seien es 56 Prozent gewesen.

Geschlechtssensible Sprache in Deutschland

Die Gendersprache sorgt vermehrt für Debatten in Deutschland. Um die Gleichstellung von Geschlechtern sicherzustellen, werden in Behörden und Unternehmen entsprechende Vorschriften eingeführt, die den Mitarbeiter zur Verweiblichung der deutschen Sprache verpflichten. Auch die Journalisten der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten gendern seit etwa einem Jahr in ihren Sendungen und Talkshow-Formaten.
Im März hatte der Rat für deutsche Rechtschreibung mitgeteilt, dass der Genderstern sowie andere verkürzte Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern, wie etwa ein Unterstrich oder ein Doppelpunkt, bis auf weiteres nicht in das Amtliche Regelwerk der deutschen Sprache aufgenommen würden.
Turn the tide for Gender Equality [Wenden Sie das Blatt für die Gleichstellung der Geschlechter] (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.05.2021
Gendersensibilität: Fast zwei Drittel der Deutschen lehnen gendergerechte Sprache ab – Umfrage
Immer mehr Unternehmen, Hochschulen, Stadtverwaltungen und Behörden setzen auf neue sprachliche Formen wie etwa den Genderstern („Student*innen“) oder den Unterstrich („Bürger_innen“). Die Verwendung solcher Sonderzeichen kann laut Rechtschreibrat zu Folgeproblemen und grammatisch nicht korrekten Lösungen führen.
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