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Herr Kurz, was bleibt für Sie nach der Ära Merkel? Österreichs Bundeskanzler findet lobende Worte

© REUTERS / POOLBundeskanzlerin Angela Merkel und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz vor Gesprächen in Berlin, den 31. August.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz vor Gesprächen in Berlin, den 31. August. - SNA, 1920, 31.08.2021
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Bei einem Besuch in Berlin hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Dienstag unter anderem den Einsatz von Kanzlerin Angela Merkel für die Europäische Union gewürdigt.
„Aus meiner Sicht verliert der europäische Rat mit Angela Merkel nicht nur eine Regierungschefin, die die Europäische Union so gestaltet und geprägt hat wie keine andere“, sagte Kurz auf einer Pressekonferenz mit Merkel zu der Frage, was für ihn nach der Ära Merkel bleibt. Besonders geschätzt habe er an ihr immer „den unglaublichen Erfahrungsschatz“, den Merkel in all die Diskussionen und Debatten eingebracht habe.

„Das ist etwas, was nicht nur mir, sondern allen Regierungschefs im Europäischen Rat sehr fehlen wird“.

Sebastian Kurz
Österreichs Bundeskanzler
Er danke aber Merkel gleichzeitig für die „enormen Leistungen, die hier für die EU weit über Deutschland hinaus erbracht worden sind und all die Prägungen, die hier stattgefunden haben“. Man habe sich auch durchblicken lassen, dass Österreich und Deutschland in sehr vielen Fragen zuerst nimmer einer Meinung gewesen sei und dann doch an einem Strand gezogen habe. „Aus österreichischer Perspektive ist natürlich auch gut, da so große Partner zu haben“, so Kurz.

Kurz wiederholt seine Position zu afghanischen Flüchtlingen

Den Besuch von Kurz in Berlin haben die beiden Regierungschefs dann benutzt, um bilaterale und europapolitische Themen sowie die aktuelle Lage in Afghanistan zu besprechen, hieß es in einer Vorankündigung der Bundesregierung.
Mit Blick auf Afghanistan sagte Bundeskanzlerin, die deutsche Seite werde alles tun, um die drohende Hungersnot oder die Frage binnenvertriebener Flüchtlinge zu adressieren. Die Bundesregierung habe dazu extra Geldmittel zur Verfügung gestellt, um gerade auch UN-Organisationen, die bislang noch in dem Land verbleiben, bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Dabei betonte Merkel die Notwendigkeit der Hilfe vor Ort. Deutsche Position sei hier, so Merkel, möglichst vielen Menschen, wenn sie das Land verlassen würden, eine Möglichkeit zu geben, in der Nähe ihrer Heimat humanitär versorgt zu werden.
Bundeskanzler Kurz wiederholte seinerseits auf die Anfrage, ob Österreich vielleicht doch ein Kontingent der afghanischen Flüchtlingen aufnehmen wurde, lediglich seine frühere Position. Sein Punkt: Österreich habe in der Vergangenheit genug geleistet und habe schon ohnehin die viertgrößte afghanische Gemeinschaft weltweit.
Österreichs Präsident Alexander Van der Bellen - SNA, 1920, 24.08.2021
Österreich
Im Gegensatz zu Kanzler Kurz: Österreichs Präsident plädiert für Aufnahme von Afghanen
Im Übrigen hätten Merkel und Kurz über die Corona-Pandemie und ihre Bewältigung diskutiert, teilt die Bundesregierung in einer Mitteilung mir. In Deutschland bestehe die große Herausforderung aktuell darin, „möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, dass sie sich impfen lassen, sagte Merkel dazu auf der Pressekonferenz. Auf die Frage, ob Österreich eine Impfung später in der Wintersaison nicht zur Voraussetzung für Touristen macht, verwies Kurz auf die gute Erfahrung mit der 3G-Strategie (Geimpft, genesen, getestet), die auch für Touristen gelten müsste. Eine Corona-Impfung als Voraussetzung für die touristischen Reisen hat er dabei aber nicht komplett ausgeschlossen.
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