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Jede Woche ein Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Deutschland – BMI

© AFP 2021 / TOBIAS SCHWARZDeutschunterricht für Flüchtlinge in einer Flüchtlingsunterkunft in berlin (Archivbild)
Deutschunterricht für Flüchtlinge in einer Flüchtlingsunterkunft in berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 31.08.2021
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Mindestens einmal pro Woche werden im Schnitt Flüchtlingsheime in Deutschland angegriffen: 34 Anschläge auf Migrantenunterkünfte sind im ersten Halbjahr 2021 verübt worden. Dies berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Verweis auf die ihr vorliegende Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Links-Fraktion.
Die Zahl der Anschläge sei zwar deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum mit 45 Fällen, doch zeige sich eine zunehmende Gewaltbereitschaft der meist rechtsradikalen Täter. Die Linke gehe davon aus, dass wegen der zu erwartenden Nachmeldungen die endgültige Zahl noch steigen werde.
In den Zurückliegenden Jahren sei ein Abwärtstrend zu verzeichnen: Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 seien noch 1047 Übergriffe gegen Flüchtlingsunterkünfte registriert worden – im Schnitt seien damals also fast drei Taten am Tag verübt worden. 2020 seien nur noch 84 solcher Straftaten gezählt worden. Inzwischen liege der Wert noch unter dem Niveau von vor der Flüchtlingskrise. Als Grund dafür gelte, dass inzwischen weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen und weniger in Asylunterkünften wohnen würden.
Ausländer in Deutschland

Zum Ende des Jahres 2020 lebten in Deutschland 11.432.460 Ausländer. Das folgt aus den Angaben des Portals Statista. Die Zahl der Ausländer im Land hat sich somit in den letzten zehn Jahren um ungefähr 69 Prozent erhöht. Der Ausländeranteil ist nun auf 12,7 Prozent gestiegen. Allein in der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015 und 2016 wuchs die Zahl der in Deutschland gemeldeten Ausländer um fast 1,9 Millionen, hieß es. Seit dem Schließen der Westbalkanroute und dem EU-Türkei-Abkommen vom 18. März 2016 kamen im Monatsdurchschnitt deutlich weniger Asylsuchende nach Deutschland.

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Die meisten Straftaten sollen einen rechtsradikalen Hintergrund haben. Meist handele es sich um Sachbeschädigung, Schmierereien und Propaganda sowie Überfälle und Gewaltdelikte.
In einigen Fällen gehe es auch um Brandstiftung und gefährliche Körperverletzung.

Außerhalb der Unterkünfte: Weniger Übergriffe, mehr Gewaltbereitschaft

Der Trend nach unten gilt offenbar auch für die Übergriffe außerhalb der Unterkünfte: Im ersten Halbjahr seien 461 gezählt worden. Im Vorjahreszeitraum seien 879 Attacken registriert worden.
Etwa 640 Afghanen sitzen auf dem Boden eines US-amerikanischen Transportflugzeuges, 15. August 2021 in Kabul.  - SNA, 1920, 19.08.2021
Acht Fakten zu Flüchtlingen und Ausländern weltweit
Allerdings würden die Übergriffe immer gewalttätiger. Die innenpolitische Expertin der Links-Fraktion Ulla Jelpke, die die Anfrage gestellt hatte, warnte daher: „Besorgniserregend ist die hohe Gewaltbereitschaft, die mit den aktuellen Angriffen einhergeht.“ Politik und Zivilgesellschaft stünden weiterhin in der Verantwortung, gegen diese Zustände anzukämpfen.

Trotz Corona-Regeln: Zahl von Nazi-Aufmärschen bleibt nahezu unverändert

56 Nazi-Aufmärsche haben nach Informationen des Innenministeriums im ersten Halbjahr bundesweit stattgefunden – im Vorjahreszeitraum waren es 60 Veranstaltungen.
Migranten aus einem Flüchtlingslager in Griechenland besteigen den Evakuierungsflug nach Deutschland (Archivbild) - SNA, 1920, 28.06.2021
Im Lichte des Attentats von Würzburg: Merkwürdige Statistik zu Kriminalität der Zuwanderer
Die Zahl der Rechtsrock-Konzerte und rechten Musikveranstaltungen habe sich dagegen von 61 auf 28 halbiert.
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