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 - SNA, 1920
Afghanistan
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Brite fliegt 170 Haustiere aus Kabul aus, seine afghanischen Mitarbeiter warten auf Evakuierung

Katze (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.08.2021
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Der tierliebe Ex-Soldat Paul Farthing hat 170 Hunde und Katzen aus Kabul ausgeflogen, seine afghanischen Mitarbeiter jedoch zurückgelassen. Nach Kritik hat der Brite die Gründe dafür offengelegt und gesagt, er versuche, seine Ortskräfte nachzuholen.
Während noch immer unzählige schutzsuchende Menschen in Afghanistan darauf warten, ins rettende Ausland ausgeflogen zu werden, ist es dem britischen Ex-Soldaten Paul Farthing gelungen, 170 Hunde und Katzen aus dem von ihm gegründeten Tierheim in Kabul auszufliegen.
Am Donnerstag war der erste Evakuierungsversuch zunächst erfolglos verlaufen - Farthing war wegen fehlender Dokumente am Kabuler Flughafen weggeschickt worden. „Wir sind durch die Hölle gegangen, um dorthin zu gelangen, und wurden weggeschickt in das Chaos dieser verheerenden Explosionen“, twitterte der tierliebe Brite.
Am späten Freitagabend dann gelang es Farthing, mit seinen Schützlingen die private Chartermaschine zu besteigen und die Vierbeiner in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatte der Brite in den sozialen Netzwerken für sein Anliegen geworben. Damit hatte Farthing erreicht, dass sich selbst das britische Verteidigungsministerium, das sich zunächst gegen die Sache gesperrt und darauf verwiesen hatte, dass die Rettung der von den Taliban* bedrohten Menschen wichtiger sei, schließlich auf seine Seite stellte. Britische Streitkräfte geleiteten Farthing und seine Vierbeiner durch das Chaos am Kabuler Flughafen und lotsten ihn durch die Checkpoints der Taliban.
Ein US-Navy-Transportteam trägt eine Transportkiste mit den sterblichen Überresten von einem US-Soldaten, der  bei dem  Terroranschlag im Flughafan Kabul getötte wurde.  - SNA, 1920, 30.08.2021
Afghanistan
Anschlag auf Flughafen Kabul: Pentagon wusste im Voraus von Terrorattacke – Medium
Wie Farthing mitteilte, sind fünf Katzen während des Transports gestorben. Die restlichen Tiere seien wohlauf und befänden sich in Großbritannien in Quarantäne.
Seine lokalen Mitarbeiter hatten Farthing bis zuletzt begleitet, mussten jedoch in Kabul zurückbleiben. Dafür hat sich der 52-Jährige im heimischen Großbritannien viel Kritik anhören müssen. Gegenüber der britischen Zeitung „Daily Mail“ hat Farthing die sogenannte „Operation Arche“ nun verteidigt. Seine Mitarbeiter hätten ihn gedrängt, sich alleine mit den Tieren durchzuschlagen, nachdem der Bus-Konvoi wegen fehlender Papiere am Kabuler Flughafen zurückgewiesen worden sei, sagte Farthing. Zudem seien die Tiere im Laderaum des Flugzeugs transportiert worden, wo keine Menschen befördert werden können. Er habe den Beschäftigten den Lohn für mehrere Monate im Voraus ausbezahlt. Nun versuche er aus der Ferne, sie aus Afghanistan herauszuholen.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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