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„Wind of Change“ oder doch „Standhaftigkeit“? Twitter reagiert auf Laschets Statement bei TV-Triell

© REUTERS / POOLArmin Laschet
Armin Laschet - SNA, 1920, 30.08.2021
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Am Sonntag hat das erste TV-Triell zwischen Annalena Baerbock (Die Grünen), Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU) stattgefunden. Bei seinem Schluss-Statement hat Laschet den Scorpions-Hit „Wind of Change“ zitiert. Versprochen hat er „Standhaftigkeit im Wind der Veränderung“ – und dabei für Spott auf sozialen Netzwerken gesorgt.
„Spüren wir nicht alle den Wind der Veränderung, der uns ins Gesicht bläst?“, fragte Laschet im Abschluss-Statement. Das Zitat stammt von einem Hit der Scorpions aus der Wende-Zeit, „Wind of Change“. Doch es sah so aus, als ob Laschet der Veränderung trotzen wollte – mit „Standhaftigkeit“ und „Stabilität“. Das hat reichlich Spott auf sozialen Netzwerken ausgelöst.
Die meisten Twitter-Nutzer reagierten auf Laschets Worte eher mit Überraschung. Der taz-Redakteur Malte Kreutzfeld schrieb: „Habe ich das gerade richtig verstanden – Laschet will sich dem „Wind der Veränderung“ mit „Standhaftigkeit“ entgegenstellen?“
„Okay, #Laschet möchte, dass wir ‚die Tassen im Schrank lassen‘, sich dem ‚Wind der Veränderung‘entgegenstellen und will dass alle diesen Sprachklumpatsch verstehen – aber Gendern verhunzt die deutsche Sprache?!“, twitterte der Journalist Jens Clasen.
Am meisten gab es aber Kritik am CDU-Kurs: „Standhaft im Wind der Veränderung. Damit beschreibt #Laschet sehr genau, was er ändern will: nichts“, schrieb der Europaabgeordnete Tiemo Wölken.
Der Buchautor Jan Skudlarek meinte, der echte „Wind der Veränderung“, den die CDU brauche, sei „vier Jahre Opposition“.
„Spürt ihr auch den Wind der Veränderung, der euch ins Gesicht bläst? Vorschlag: Umkehren!“, schrieb der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans.
Die TV-Debatte der Kanzlerkandidaten von der Union der SPD und den Grünen bei RTL und ntv am 29.08.21 - SNA, 1920, 30.08.2021
Das TV-Triell: Der Dreikampf mit vorprogrammiertem Ergebnis
Manche haben betont, man habe keine Zeit, um sich „standhaft“ zu benehmen, besonders im Bereich Klimaschutz. Die Stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen, Jamila Schäfer, warnte vor der mangelnden Zeit, um die Klimakrise zu bewältigen: „Laschet will sich also dem ‚Wind der Veränderung‘ mit ‚Standhaftigkeit‘ entgegenstellen. Tolle Einstellung für die letzte Legislaturperiode, in der man die Klimakrise noch stoppen kann.“
Auch Victoria Broßart (die Grünen) schrieb: „Für uns, @Die_Gruenen, ist der Wind der Veränderung etwas, das wir nutzen möchten, vielleicht mit einem Windrad, um die Klimaziele zu erreichen. Für #Laschet und die #CDU ist es etwas, dem sie sich standhaft entgegenstellen möchten.“
Ähnliches sagte der Buchautor und Moderator Micky Beisenherz. „Der Auftritt von Laschet beim #Triell war schon okay, aber: Das Bild zum Schluss mit dem ‚Wind der Veränderung‘ , dem er lediglich mit Bewegungslosigkeit begegnen will, anstatt ihn womöglich gar zur Energiegewinnung zu nutzen, ist rhetorisch verräterisch wie komplett missraten.“
Die grüne Europaparlament-Abgeordnete Jutta Paulus verwies auf ein chinesisches Sprichwort: „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“ Laschets Versprechung sage alles über das Verhalten der CDU in der Klimakrise, fügte sie hinzu.
Armin Laschet - SNA, 1920, 30.08.2021
Spahn lobt Laschet-Auftritt bei TV-Triell: „Richtige Mischung“ für Wahlkampfendspurt
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