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Wien: 100 Klimaaktivisten versperren Bau der Stadtautobahn

Demo (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.08.2021
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Im Zuge einer Aktion gegen den Bau der Stadtautobahn haben 100 Klimaaktivisten am Montagmorgen laut österreichischen Medien eine Baustelle im Bereich der Hirschstettner Straße in der Donaustadt im 22. Wiener Bezirk blockiert. Somit protestieren sie gegen die Zubringerstraße des Großprojekts Lobau-Autobahn.
Hinter der Aktion stehen demnach mehrere Initiativen, darunter auch Jugendrat, System Change, not Climate Change!, Fridays for Future und Extinction Rebellion.
Die Aktivisten riefen die Behörden dazu auf, statt noch mehr Stau zu erzeugen, den kostenlosen öffentlichen Verkehr sowie Rad- und Fußwege auszubauen.
„Während die Klimakrise bereits mit Waldbränden und Überschwemmungen zuschlägt und Menschen zur Flucht zwingt, baut Michael Ludwig und seine Rückschrittskoalition neue Autobahnen“, zitierte das Portal „Heute.at“ die Aktivistin Lena Schilling (Jugendrat).
Sie würden Widerstand gegen jedes Straßenbauprojekt leisten, das die Zukunft blockieren werde. Manchmal müsste man für Gerechtigkeit aufstehen, manchmal müsste man sich dafür hinsetzen, so Schilling.
Auch 12- und 13-Jährige nehmen nach Angaben der Aktivisten an der Aktion teil. Sie hätten sich auf den Boden gesetzt, um die Zufahrt zur Baustelle zu versperren.
„Die Klimakrise fügt heute schon Menschen massives Leid zu. Noch können wir das Schlimmste verhindern, aber die Politik blockiert Klimaschutz weiterhin. Deshalb sehen wir uns dazu gezwungen, neben dem Schulstreik auch weitere Formen des demokratischen Protestes einzusetzen“, so Mirjam Hohl von Fridays For Future.
Es sei absolut untragbar, dass die SPÖ Wien mitten in der Klimakrise noch Autobahnen baue, die die Emissionen weiter in die Höhe treiben würden, sagte sie.
Seit bereits mehr als 20 Jahren wehre sich die Zivilgesellschaft gegen das Projekt, „doch Bundesregierung und Stadt Wien wollen es durchboxen und mit dem Bau der Stadtautobahn als Zubringerin für die Lobau-Autobahn Fakten schaffen“, heißt es in einer Mitteilung der Aktivisten.
„Jetzt müssen wir die Weichen stellen für eine klimagerechte Mobilität, die den Menschen und ihren Bedürfnissen statt Profiten dient! Statt noch mehr Stau zu erzeugen, braucht es den Ausbau von kostenlosem öffentlichen Verkehr, Rad- und Fußwegen.“
Zuletzt hatte eine ähnliche Aktion laut dem Sender ORF am 13. August stattgefunden.
Der Baustart sei für Ende dieses Jahres, das Bauende für 2026 geplant. Die Projektkosten würden auf zirka 460 Millionen Euro geschätzt. Die 3,2 Kilometer lange Strecke soll die Südosttangente (A23, Anschlussstelle Hirschstetten) mit der S1-Spange Seestadt Aspern bei der Anschlussstelle Seestadt West verbinden.
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