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„Widerwärtig“ – CDU greift Olaf Scholz in Werbespot an

© REUTERS / MICHAEL KAPPELERDer Kanzlerkandidat der SPD, Olaf Scholz, kommt zu einer Fernsehdebatte der Kandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel in Berlin an, 29. August 2021.
Der Kanzlerkandidat der SPD, Olaf Scholz, kommt zu einer Fernsehdebatte der Kandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel in Berlin an, 29. August 2021.  - SNA, 1920, 30.08.2021
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Aus dem ersten TV-Dreikampf ist Olaf Scholz laut einer Forsa-Umfrage als Gewinner hervorgegangen. Um die SPD-freundliche Tendenz jedoch zu unterbinden, setzt nun die CDU auf Negativkampagne gegen Scholz – statt von eigenen Inhalten zu überzeugen.
Und das, obwohl Kanzlerkandidat Armin Laschet und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zuvor einen „fairen Wahlkampf“ versprochen hatten. In einem neuen Werbespot geht die CDU den SPD-Kanzlerkandidaten persönlich an. „Das ist Olaf. Olaf ist Kanzlerkandidat der SPD. Klingt komisch, ist aber so“, heißt es am Anfang des Videos. Scholz müsse nun als Kanzlerkandidat für alle Ideen werben, die sich die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans ausgedacht hätten – und nicht er als Parteichef, zu dem er nicht einmal gewählt worden sei.
„Mehr Steuern und Abgaben für die Wirtschaft zu Beispiel. Der Olaf weiß, das kostet Arbeitsplätze. Aber er sagt nichts, er will ja Kanzler werden“. Weiter wird im Video auch kritisch hinterfragt, dass die SPD etwa keine bewaffneten Drohnen für Deutschland wolle. „Die sind aber wichtig, damit die Soldaten im Einsatz geschützt sind“, behauptet die CDU – und erwartet von Scholz also ein Bekenntnis zu Drohnen. Als Argument gegen eine potenzielle rot-rot-grünen Regierung weiß die CDU lediglich auf die aktuelle Berliner Regierung zu verweisen. „Wie das aussieht, kann man schon länger in Berlin bewundern.“ Aber „keine Angst. Du bist nicht wie Olaf“, wird dem Zuschauer am Ende des Clips versichert. Die Botschaft dahinter: wähle also die CDU.

„Nicht mal handwerklich gut “: Twitter-Nutzer unzufrieden

Bei der Zielgruppe der Partei scheint das Video jedoch nicht besonders gut anzukommen. „Wenn es Euer Ziel sein sollte, bis 26. September auf jeden Fall irgendwie noch auf unter 20 Prozent zu fallen, ist das wirklich ein genialer Clip“, schrieb dazu die FAZ-Autorin Marie von den Benken. „Und ihr hattet die Dreistigkeit euch über den Wahlwerbespot der SPD zu echauffieren. Widerwärtig“, schrieb ein anderer Nutzer mit Blick auf den SPD-Werbespot von Anfang August mit Matrjoschka-Puppen, in dem auch die CDU-Politiker attackiert werden. Der Laschet-Vertraute Nathanael Liminski wurde im Spot noch wegen seiner religiösen Überzeugungen aus Korn genommen. Der Spot wurde von der SPD zwar zurückgezogen, wird jedoch weiter auf Twitter geteilt.
„Das ist nichtmal handwerklich gut alter das muss doch weh tun“, kritisierte ein anderer Nutzer. „Ich bin 53 Jahre alt und habe immer CDU oder CDU+FDP gewählt. In diesem Jahr wird die CDU erstmalig keine Stimme von mir bekommen“, hieß es weiter von einem der Nutzer. Ob die CDU trotz des „fairen Wahlkampfs“ so die sinkenden Umfragewerte noch retten möchte? Auch laut den Umfrageergebnissen der Forschungsgruppe Wahlen des ZDF-Politbarometers vom 27. August hätten 49 Prozent der Befragten gerne Olaf Scholz als Kanzler, aber nur 17 Prozent Armin Laschet. Nach dem TV-Dreikampf mit Olaf Scholz und Annalena Baerbock am Sonntagabend hat Laschet laut einer Blitz-Umfrage des Instituts Forsa für RTL und N-TVnur noch 25 Prozent der Stimmen bekommen und liegt damit sogar hinter Baerbock mit 30 Prozent.
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