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Moskau: US-Waffen in Afghanistan dürfen nicht für Bürgerkrieg genutzt werden

© AP Photo / Rahmat GulEin Taliban-Kämpfer
Ein Taliban-Kämpfer - SNA, 1920, 30.08.2021
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Nach dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan sind bereits einige zurückgelassene Waffen an die Taliban* gefallen, die die Macht am Hindukusch schnell übernehmen konnten. Moskau hofft deshalb, dass die amerikanischen Waffen nicht in einem neuen Bürgerkrieg zum Einsatz kommen werden.
„Ich hoffe, dass die Waffen vorerst in die Lager kommen und nicht bei einer Fortsetzung des im Moment gestoppten Bürgerkriegs in Afghanistan genutzt werden“, sagte Samir Kabulow, Chef der für Asien zuständigen Abteilung im russischen Außenministerium, am Montag im russischen Fernsehen.
„Wir müssen uns Gedanken über das weitere Schicksal dieser Waffen machen.“
Russland sei besorgt über die sicherheitspolitische Situation und den Umgang mit Menschenrechten in Afghanistan, sagte Kabulow. Man müsse jedoch den „kulturellen und religiösen Besonderheiten“ der Afghanen Rechnung tragen und ihnen „keine eigenen Vorstellungen von Demokratie“ aufzwingen.
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Deshalb baue Moskau Beziehungen zu den neuen Machthabern in Afghanistan auf. „In Kabul ist unsere Botschaft aktiv“, sagte der Diplomat. Russland wolle mit jeder Regierung in Afghanistan gute Beziehungen unterhalten.
Seit Beginn des internationalen Truppenabzugs aus Afghanistan im Mai konnten die Taliban praktisch das gesamte Land unter ihre Kontrolle bringen. Die Regierungsarmee versuchte zunächst vergeblich, den Vormarsch der radikalen Islamisten mit Gegenangriffen zu stoppen.
Nach der Übernahme der Hauptstadt Kabul am 15. August erklärten die Taliban den Krieg für beendet. Dennoch steht Afghanistans kleinste Provinz Pandschschir nordöstlich von Kabul immer noch nicht unter Kontrolle der Islamisten.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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