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Katastrophale Schäden: Hurrikan „Ida“ wütet im Süden der USA – mindestens ein Todesopfer

© AP Photo / Eric GayHurrikan „Ida“ wütet im Süden der USA
Hurrikan „Ida“ wütet im Süden der USA - SNA, 1920, 30.08.2021
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Überflutete Straßen, abgedeckte Dächer, Hunderttausende Menschen ohne Strom: Der Hurrikan „Ida“ hat im südlichen US-Bundesstaat Louisiana schwere Schäden verursacht und mindestens ein Menschenleben gefordert.
Der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards, sagte, er gehe fest davon aus, dass die Zahl der Toten im Laufe des Tages „deutlich“ steige.
„Die Schäden sind wirklich katastrophal.“
Stundenlang wütete der Sturm mit Windgeschwindigkeiten um die 200 Stundenkilometer, so das Nationale Hurrikanzentrum (NHC).
Der Wiederaufbau werde Wochen dauern, sagte der Gouverneur am Montagmorgen (Ortszeit) dem TV-Sender NBC. Die Rettungs- und Bergungseinsätze liefen teils schleppend an, weil viele Straßen durch Trümmer unpassierbar seien.
Eine besondere Gefahr ging zunächst von den zahlreichen umgestürzten Strommasten aus. In vielen Gegenden waren die Notrufzentralen überlastet. Die Behörden riefen die Bürger wegen Überschwemmungen auf, ihr Leitungswasser vor dem Trinken abzukochen.
Die Chefin der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, Deanne Criswell, sagte dem Sender CNN am Morgen, es gebe Berichte über möglicherweise eingestürzte Gebäude und eine Reihe von Krankenhäusern werde mit Notstrom-Generatoren betrieben.
Einige Medien nannten „Ida“ einen „Monster-Sturm“, da sich die Stärke seiner Böen innerhalb von 24 Stunden nach Angaben von Meteorologen auf „explosive“ Art verdoppelt hatte. Im Laufe der Nacht schwächte sich der Hurrikan ab und das Nationale Hurrikanzentrum stufte ihn zu einem Tropensturm herab. „Ida“ zog am Montag als Tropensturm in nordöstlicher Richtung über Louisiana weg und sollte noch am Nachmittag den Nachbarstaat Mississippi erreichen.
Fotos und Videos in örtlichen Medien zeigten in den küstennahen Gebieten Häuser, die unter Wasser standen, Straßen, die zu Flüssen anschwollen, abgedeckte Häuser und zahlreiche entwurzelte Bäume und umgeknickte Strommasten. Aus Sicherheitsgründen sei zudem die wichtige Erdöl-Produktion in der Region teilweise stillgelegt worden.

Nie dagewesene Schäden angerichtet

Im Ort Galliano habe der Sturm Teile des Daches eines Krankenhauses weggerissen. Es sei aber niemand verletzt worden. Die Kliniken in der Region seien angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante derzeit mit Corona-Patienten gut ausgelastet, hieß es.
„Wir haben schon früher Überschwemmungen und Stürme erlebt. Aber so viel Wasser habe ich noch nie gesehen“, berichtete Tim Kerner, der Bürgermeister des Örtchens Jean Lafitte CNN.
„Ida“ habe seine Gemeinde völlig verwüstet. Da ein vom Wasser mitgerissenes Fahrzeug eine Brücke zerstört habe, säßen 200 bis 300 Einwohner fest.
Besonders betroffen waren niedrig liegende Gebiete südwestlich der Stadt New Orleans, für die es zuvor zumeist Evakuierungsanordnungen gegeben hatte. Auch aus der weiter nördlich gelegenen Kleinstadt Houma mit rund 30.000 Einwohnern, die direkt auf dem Weg des Sturms lag, kamen erste Berichte über schwere Schäden.

60-Jähriger von Baum getötet

In der Gemeinde Prairieville wurde ein Mensch von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt, wie das örtliche Sheriff-Büro am Sonntagabend auf Facebook mitteilte. Es soll sich um einen 60-Jährigen handeln, berichteten Medien. Der Ort liegt südöstlich von Baton Rouge, der Hauptstadt Louisianas.

Louisiana und New Orleans ohne Strom

Zudem waren in Louisiana und im benachbarten Mississippi mehr als eine Million Kunden ohne Strom, wie aus Daten der Website poweroutage.us hervorging.
Der Strom fiel auch im gesamten Stadtgebiet von New Orleans aus, wie die Einsatzzentrale mitteilte. „Der einzige Strom in der Stadt kommt von Generatoren“, hieß es. Die meisten der rund 400.000 Einwohner von New Orleans mussten sich mit Kerzen, Taschenlampen oder Gaslampen behelfen – oder in der Dunkelheit ausharren.

Biden erklärt Katastrophenfall

Präsident Joe Biden erklärte für Louisiana – wie vom Bundesstaat erbeten – den Katastrophenfall. Somit können Bundesmittel für den Wiederaufbau und zur Unterstützung freigegeben werden, teilte das Weiße Haus mit. Seit „Katrina“ wurden in der Region bereits Milliarden Dollar in den Hochwasserschutz investiert.
Hurrikan „Ida“ tobt im US-Bundesstaat Lousiana  - SNA, 1920, 30.08.2021
Verrückt oder doch wagemutig? Reporter berichtet live inmitten tobenden Hurrikans „Ida“ – Video
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