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Kaffeekonsum schützt Herz-Kreislauf – Studie

© CC0 / Alexas_Fotos / PixabayKaffeebohnen (Symbolbild)
Kaffeebohnen (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.08.2021
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Bis zu drei Tassen Kaffee am Tag verringern das Risiko eines Schlaganfalls oder einer schweren Herzerkrankung. Darauf deutet eine Studie hin, deren Ergebnisse auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie vorgestellt wurde.
In der Studie wurden Kaffeekonsum und Herzattacken, Schlaganfälle und Todesfälle untersucht. Datenbasis waren fast 470.000 Teilnehmer aus der „UK Biobank“, bei denen zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Studie keine Herzerkrankung bestand. Das Durchschnittsalter betrug etwas 56,2 Jahre, etwa 56 Prozent der Probanden waren Frauen.
Die Studienteilnehmer wurden nach ihrem Kaffeekonsum in drei Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe trank nahezu keinen Kaffee, die zweite zwischen einer halben und drei Tassen am Tag und die dritte trank über drei Tassen.
Die Forscher untersuchten die Folgen des Kaffeekonsums über einen Zeitraum von elf Jahren. Dabei wurden auch Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht, Höhe, Rauchverhalten, sportliche Aktivitäten sowie gewisse Erkrankungen und eine gesunde oder ungesunde Ernährung mit berücksichtigt.
Im Schnitt ergab sich dabei für Menschen mit einem geringen bis mittleren Kaffeekonsum:
12 Prozent niedrigeres Risiko für alle Todesursachen
17 Prozent niedrigeres Risiko für Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen
21 Prozent niedrigeres Risiko für Tod durch Schlaganfall
Darüber hinaus nahmen die Forscher die Herzstruktur von Kaffeetrinkern unter die Lupe. Dazu werteten sie Herzaufnahmen von über 30.000 Probanden aus, die sich einer Magnet-Resonanz-Tomographie unterzogen hatten.

Kaffee für den Herz-Kreislauf und gegen „Herzkasper“

„Die Bildanalyse deutet auf eine gesündere Herzgröße und eine bessere Arbeit des Organs bei den täglichen Konsumenten hin, wenn man sie mit Menschen vergleicht, die unregelmäßig Kaffee trinken. Das bedeutet, dass schädliche Einflüsse, die das Herz altern lassen, verringert werden“, fasst die Studienautorin Judit Simon das Ergebnis zusammen. Für die „schweren“ Kaffeetrinker da draußen hat Simon ebenfalls eine gute Nachricht:

Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst ein hoher Kaffeekonsum nach zehn bis 15 Jahren nicht mit schädlichen Folgen für das Herz-Kreislauf-System und einer erhöhten generellen Sterblichkeit einhergeht.

Dass Kaffeekonsum also dem Kreislauf nützt, ist damit belegt. Wie dieser Nutzen zustande kommt, ist indessen weiterhin unklar. Um den zugrundeliegenden Mechanismus zu klären, müssen weitere Studien durchgeführt werden.
Hier geht’s zum diesjährigen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie.

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