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 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

Ischinger warnt vor neuem „Terrornest“ in Afghanistan

© AFP 2021 / TOBIAS SCHWARZLeiter der Münchner Sicherheitskonferenz,Wolfgang Ischinger
Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz,Wolfgang Ischinger - SNA, 1920, 30.08.2021
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Angesichts der aktuellen Lage in Afghanistan hat der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger vor einem neuen „Terrornest“ in diesem Land gewarnt. Im Vorfeld einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu Afghanistan rief er dazu auf, Gespräche mit den Taliban* aufzunehmen.
„Richtig ist auf jeden Fall, mit den Taliban zu reden. Man muss in der Außenpolitik in der Tat vor allen Dingen mit denen reden, die nicht die Freunde sind. Mit den Freunden kann man Abendessen. Mit den Gegnern, mit den Schwierigen, auch mit den Verbrechern, muss man reden“, sagte Ischinger am Montag gegenüber dem ARD -„Morgenmagazin“.
Auf die Frage des Moderators, ob Afghanistan ein „neues Nest für islamistischen Terror“ werde, antwortete er: „Man muss es zumindest befürchten“. Natürlich sei der Krieg gegen den Terrorismus nicht beendet.
Derzeit gehe es vor allem um eine geostrategische Herausforderung, so Ischinger.
„Was will die Weltgemeinschaft denn mit Afghanistan machen?“
Nicht nur der Westen sei daran interessiert, dass in Afghanistan kein Terrornest entstehe. Auch China, Russland, Indien und andere Anrainer könnten daran kein Interesse haben, betonte Ischinger.
„Deshalb habe ich eine gewisse Hoffnung, dass die Beratungen, die heute in New York anfangen sollen, beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, dass die vielleicht tatsächlich, anders als im Fall Syrien, zu was führen können“.
Am Montag treten UN-Generalsekretär António Guterres und die Vertreter der ständigen Sicherheitsrats-Mitglieder – USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien – in New York zusammen, um eine mögliche UN-Sicherheitszone in Kabul zu besprechen.
Bundesaußenminister Heiko Maas  - SNA, 1920, 30.08.2021
Maas will Afghanistan-Gespräche mit Russland und China
Zuvor am Montag hatte sich Deutschlands Außenminister Heiko Maas für internationale Verhandlungen unter Beteiligung aller wichtigen Akteure ausgesprochen. Auch Russland und China müssten dabei sein, sagte der SPD-Politiker bei seinem Besuch in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Usbekistan.

Terroranschlag am Flughafen in Kabul

Am Donnerstag war es in Afghanistan zu mehreren Explosionen mit mehr als 170 Toten gekommen. Vor dem Kabuler Flughafen gab es zwei Explosionen – eine an einem der Zugänge zum Passagierterminal und eine bei einem nahegelegenen Hotel. Die USA haben dabei 13 Angehörige ihrer Streitkräfte verloren. Später kam es noch zu weiteren Explosionen im Stadtgebiet von Kabul. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch Daesh; IS)** bekannte sich zu den Angriffen.
Gefallene der westlichen Allianz in Afghanistan

Bei den Operationen OEF (Operation Enduring Freedom, 2001-2014) und OFS (Operation Freedom's Sentinel, 2015-2021) sind in Afghanistan rund 3600 Soldaten und Soldatinnen der westlichen Allianz gestorben (Stand: 22.03.2021), erklärte das Portal Staista Anfang Juli. Die meisten Verluste hatten die Vereinigten Staaten (2452 Soldaten) und das Vereinigte Königreich (455 Soldaten). Darüber hinaus verloren über 150 Kanadier und mehr als 80 Franzosen ihr Leben. Rund 400 in Afghanistan gefallene oder verunglückte Soldaten stammten aus anderen Ländern. Deutschland verlor dort 59 Bundeswehr-Soldaten.

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Auf dem internationalen Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sollen am Montagmorgen laut dem Fernsehsender CNN mehrere Raketen abgefeuert und von einem US-Luftverteidigungssystem abgefangen worden sein. Vorerst liegen keine Angaben über mögliche Verletzte vor.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
**eine Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
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