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Afghanistan
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Maas bietet Hilfe bei Weiterbetrieb von Flughafen Kabul an

© REUTERS / ANNEGRET HILSEBundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 29.08.2021
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Bundesaußenminister Heiko Maas hat am Sonntag finanzielle und technische Hilfe beim Wiederaufbau des schwer beschädigten Flughafens der afghanischen Hauptstadt Kabul nach dem Abzug der US-Streitkräfte angeboten.
„Wenn wir einen Beitrag dazu liefern können, nicht nur finanziell, sondern auch technisch, dann werden wir diesen Beitrag liefern“, erklärte Maas nach einem Gespräch mit dem türkischen Außenminister, Mevlüt Cavusoglu, in Antalya.
Maas zeigte sich auch offen für den französischen Vorschlag, um den Flughafen eine Schutzzone zu bilden. Ob das dann die Vereinten Nationen oder einzelne Länder mit „Kommunikationskanälen“ zu den militant-islamistischen Taliban machen sollten, „muss man sehen“, so Maas weiter.

Türkischer Außenminister ist skeptisch

Cavusoglu äußerte sich allerdings skeptisch: „Dieser Vorschlag hört sich eigentlich gut an. Aber ist die Umsetzung leicht oder möglich? Darauf müssen wir schauen.“
Frankreich möchte sich mit Großbritannien für die Schaffung einer UN-Sicherheitszone in Kabul einsetzen, um von dort aus Evakuierungen nach dem Abzug der Amerikaner am 31. August fortsetzen zu können. Dies sei das Ziel einer gemeinsamen Resolution bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen an diesem Montag, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Wochenzeitschrift „Le Journal du Dimanche“. „Unser Resolutionsentwurf zielt darauf ab, eine Sicherheitszone in Kabul zu definieren, die eine Fortsetzung der humanitären Operationen ermöglicht“, sagte Macron.

Fünf Länder in vier Tagen: Maas auf Afghanistan-Mission

Maas ist derzeit auf einer viertägigen Reise in fünf Länder, die bei den weiteren Bemühungen um die Ausreise Schutzbedürftiger aus Afghanistan eine Rolle spielen.
Neben der Türkei und Katar will er auch drei Nachbarländer Afghanistans besuchen: Usbekistan, Tadschikistan und Pakistan. Deutschland dringt auf einen Weiterbetrieb des Flughafens in Kabul, um mehrere zehntausend Menschen außer Landes bringen zu können, die eine Aufnahmezusage für Deutschland haben.
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Der zivile Teil des Flughafens ist schwer beschädigt. Über den weiteren Betrieb führen die Taliban derzeit Gespräche mit der Türkei. Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Taliban Hilfe beim Aufbau der Infrastruktur in dem Land in Aussicht gestellt. Die Türkei verfüge über Erfahrung bei groß angelegten Bauvorhaben, sagte Erdogan vor Journalisten. Daher gebe es zurzeit Treffen zwischen Mitgliedern des türkischen Geheimdienstes und Vertretern der Taliban.
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