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Kampf gegen Kinderarmut: Forscher wirft Merkel-Kabinett „Trippelschritte“ vor

© CC0 / mohamed_hassan / PixabayKinderarmut (Symbolbild)
Kinderarmut (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.08.2021
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Unter Kanzlerin Angela Merkel hat es in Deutschland nur „Trippelschritte“ im Kampf gegen Kinderarmut gegeben, sagt Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge. Die soziale Kluft nennt der renommierte Armutsforscher nicht bloß moralisch verwerflich, „sondern auch schädlich für eine Volkswirtschaft“ – und fordert ein radikales Umsteuern.
In den letzen 16 Jahren habe sich „wenig an der prekären Lebenssituation von etwa drei Millionen Kindern und Jugendlichen“ geändert, sagte der frühere Kandidat fürs Bundespräsidentenamt der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Merkel und ihrem Kabinett habe die Sensibilität für das Problem gefehlt. Initiativen wie das „Gute-Kita-Gesetz“ hätten nur kleine Verbesserungen für arme Kinder gebracht.
Armut (Symbolbild)  - SNA, 1920, 24.04.2021
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Die ungleiche Verteilung der Einkommen bremse das Wirtschaftswachstum und sei „Gift“ für den Zusammenhalt.
„Je mehr die Sozialstruktur in Arm und Reich zerfällt, umso eher bilden sich Parallelwelten und Subkulturen heraus, in denen die Kinder der einzelnen Klassen und Schichten unter sich bleiben“, sagte Butterwegge, der viele Bücher zur Krise des Sozialstaates und der Armutsproblematik verfasst hat.
Deshalb müsste die nächste Bundesregierung den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, betonte der Forscher mit Blick auf die Bundestagswahl am 26. September. Und das könnte sie nur, wenn sich die Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter vertiefe.
Der Kölner Wissenschaftler hatte sich 2017 als Kandidat der Linkspartei für das Amt des Bundespräsidenten beworben, um „für einen Ruck hin zu mehr sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit“ zu sorgen. Nachdem er aus Protest gegen Hartz IV 2005 aus der SPD ausgetreten ist, gehört Butterwegge keiner Partei an.
In dem gerade erschienenen Buch „Kinder der Ungleichheit“ beschreiben er und Co-Autorin Caroline Butterwegge, wie Kinderarmut in den vergangenen Jahren weiter gewachsen ist. Zugleich seien „die reichsten Kinder im Land mit Steuergeschenken in Milliardenhöhe überhäuft“ worden.
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