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Hochwasser-Katastrophe in Deutschland: Keine Seuchengefahr mehr im Flutgebiet – mobile Arztpraxis

© REUTERS / WOLFGANG RATTAYHochwasser-Katastrophe in Deutschland im Juli 2021
Hochwasser-Katastrophe in Deutschland im Juli 2021  - SNA, 1920, 29.08.2021
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Etwa sieben Wochen nach der Flutkatastrophe im Ahrtal gibt es nun Entwarnung in Bezug auf eine Seuchengefahr. Experten sehen keine Anzeichen, dass sich diese Befürchtung bestätigt hätte. Da an der Ahr viele Arztpraxen von der Flut betroffen sind, erfolgt die medizinische Versorgung der Bevölkerung unter anderem von einer mobilen Arztpraxis aus.
Leichen von Menschen und Tieren, Fäkalien, Heizöl, Pflanzenschutzmittel und vieles mehr in der Katastrophennacht auf den 15. Juli seien von dem Hochwasser nach einem extremen Starkregen durch das Flusstal geschwemmt worden, so Experten.
„Ich habe Seuchen befürchtet. Es hat auch Hinweise zum Beispiel auf Durchfallerkrankungen gegeben, aber zum Glück nicht auf echte Seuchen“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, am Sonntag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Teichert, die bis 2012 das Gesundheitsamt im flutbetroffenen Kreis Ahrweiler geleitet hatte, ergänzte, gut sei gewesen, dass auch etwa in mobilen Arztpraxen rasch viele Anwohner gegen Tetanus geimpft worden seien.
Auch der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Günther Mattheis, betonte: „Mir sind keine Seuchen bekannt.“
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Zudem kehrt man allmählich zu einer regulären Gesundheitsversorgung im Ahrtal zurück, so Teichert, Mattheis und der Leiter des Krisenstabes, Thomas Linnertz.
Manche Ärzte mit zerstörten Praxen seien in andere Räume ausgewichen, beispielsweise von öffentlichen Verwaltungen. Auch das Krankenhaus von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Apotheken und Rettungswachen seien längst wieder im regulären Betrieb. Corona-Impfungen liefen ebenfalls weiter.
In Bad Neuenahr-Ahrweiler betreiben Deutsche Bahn und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz eine weitere mobile Arztpraxis, die voraussichtlich noch bis Ende September bleiben wird. Die Ärzte und ihre Teams in dem Bus versorgen unter anderem Wunden, stellen Rezepte aus und impfen gegen Tetanus und Hepatitis.
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Zuvor wurde mitgeteilt, dass der Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, einen Monat nach der tödlichen Flutkatastrophe sein Amt niedergelegt habe. Demnach konnte der CDU-Politiker „krankheitsbedingt sein Amt absehbar nicht mehr ausüben“.
Extremer Starkregen hatte am 14. und 15. Juli an der Ahr im Norden von Rheinland-Pfalz eine Flutwelle ausgelöst und weite Teile des Tals unter Wasser gesetzt. Rund 42.000 Menschen sind von den Folgen des Hochwassers betroffen. Die Zahl der Todesopfer durch das Hochwasser liegt im Land weiter bei 142, 141 davon starben im Ahrtal. Weit mehr als 700 Menschen wurden verletzt, 16 Personen werden immer noch vermisst.
Etwa sieben Wochen nach der Flutkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen dauern die Aufräum-, Reparatur- und Wiederaufbauarbeiten noch an.
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