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IS nutzte Amazon-Services für Propaganda – Bericht

© SNA / Alexej Witwizkij / Zur BilddatenbankAmazon-Logo
Amazon-Logo  - SNA, 1920, 28.08.2021
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Die Propaganda-Abteilung der Terrormiliz *„Islamischer Staat“ (IS) hat die Amazon Web Services (AWS) des US-amerikanischen Technologieunternehmens Amazon genutzt, um auf einer Webseite extremistische Inhalte zu hosten. Das berichtet die „Washington Post“ (WP).
Unter anderem habe die IS-Propaganda-Webseite einen Beitrag veröffentlicht, mit dem die jüngsten Selbstmordanschläge in Kabul gefeiert worden seien, die fast 200 Menschen das Leben kosteten. Nach Hinweis durch die Berichterstatter habe Amazon die Webseite offline genommen.
Die Rolle des Internetriesens habe Rita Katz, Geschäftsführerin der SITE Intelligence Group, entdeckt, die Online-Extremismus überwacht. Die Webseite habe zudem in Verbindung mit einer App des Medienarms des „Islamischen Staates“, Nida-e-Haqq, gestanden, auf der kürzlich ein Bild des Kabul-Attentäters in Bombenweste gezeigt worden sei. Inzwischen seien die Inhalte nicht mehr erreichbar. In einer Stellungnahme gegenüber der „WP“ teilte Amazon-Sprecher Casey McGee mit: „Nach einer Untersuchung haben wir eine Webseite deaktiviert, die mit dieser App verlinkt war, da sie gegen die AWS Acceptable Use Policy verstoßen hat.“
Amazon habe, wie die meisten amerikanischen Tech-Unternehmen, Anweisungen, die terroristischen Gruppen die Nutzung ihrer Plattformen untersagen würden. Die Richtlinie würde den Kunden die Nutzung des Dienstes verbieten, um zu „Gewalt, Terrorismus oder anderen schweren Verletzungen anzustiften“. Laut Domain-Aufzeichnungen hostete Amazon die Webseite bereits seit April.
Opfer der Bombenanschläge in Kabul, Afghanistan - SNA, 1920, 28.08.2021
Afghanistan
Nach Anschlägen in Kabul: USA fliegen Drohnenangriff auf IS-„Planer“
Gruppierungen wie der IS und die **Taliban nutzen allerdings Services wie Facebook, Twitter, YouTube und auch Whatsapp, um ihre Nachrichten weiterzuverbreiten. Die Unternehmen müssen also sicherstellen, ob ihre Richtlinien gegen entsprechende Inhalte korrekt durchgesetzt werden, wie das Fachportal „Engadget“ feststellt.
Wie es dazu kommen konnte, dass die IS-Propaganda mehrere Monate niemandem aufgefallen war, ist unklar. Es sei jedoch durchaus möglich, dass Amazon die Inhalte von Kunden nicht oft proaktiv kontrolliert und sich auf eingehende Beschwerden verlassen habe.
* Terrorvereinigung, in Deutschland und Russland verboten
** Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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