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China reagiert scharf auf Bericht der US-Geheimdienste über Corona-Ursprung

© NIAID-RMLVariante des Virusausbruchs
Variante des Virusausbruchs - SNA, 1920, 28.08.2021
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Die chinesische Botschaft in Washington hat den Bericht der US-amerikanischen Geheimdienstgemeinschaft über den Ursprung des Coronavirus Sars-CoV-2 kritisiert. Eine diesbezügliche Erklärung wurde auf der Webseite der diplomatischen Mission veröffentlicht.
„Der von der US-Geheimdienstgemeinschaft fabrizierte Bericht ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht beweiskräftig. Die Entstehung zu ergründen, ist eine Angelegenheit der Wissenschaft; nicht Geheimdienstexperten, sondern nur Wissenschaftler müssen und können sich damit beschäftigen“, heißt es in der Erklärung.
Die Botschaft unterstreicht in diesem Zusammenhang, dass es der US-Geheimdienstgemeinschaft nicht an „Meisterwerken“ gemangelt habe, etwa wie die Nutzung von Waschmitteln, um den Irak der Inbesitznahme von Massenvernichtungswaffen zu beschuldigen, oder wie die Inszenierung eines Videos mit „Weißhelmen“ als Beweis für eine C-Waffen-Attacke in Syrien.
„Jetzt greifen die USA zu ihrem alten Trick. Sie ignorieren den Bericht der gemeinsamen Mission der WHO und Chinas und entscheiden stattdessen, die Geheimdienstgemeinschaft einen Bericht zusammenstellen zu lassen.“
Die Botschaft verweist auf ein wissenschaftlich fundiertes, professionelles, ernsthaftes und verantwortungsvolles Herangehen Chinas an die Nachforschung bezüglich der Herkunft des Virus.

„Wir haben als Erste mit der WHO bei der internationalen Klärung des Ursprungs des Virus kooperiert und wir haben WHO-Experten zweimal zur Leitung der Untersuchungen nach China eingeladen. Wir waren völlig offen, transparent und bereit zur Zusammenarbeit während des Aufenthalts der Experten in China. Sie besuchten jeden in ihrer Liste verzeichneten Ort, trafen sich mit jeder von ihnen gewünschten Person und wurden mit allen von ihnen verlangten Daten versorgt“, so die Erklärung.

Der von der gemischten Mission der WHO und Chinas erfasste Bericht, der am 30. März 2021 veröffentlicht wurde, entspricht laut der Erklärung den WHO-Regeln. Die von China gezeigte Offenheit und Transparenz hätte bei internationalen Experten volle Anerkennung gefunden, heißt es.
Die Behauptungen, dass China Hindernisse für Ermittlungen errichte und der internationalen Gemeinschaft keine Informationen zu Covid-19 liefern wolle, würden von China entschieden abgelehnt und kritisiert, wird unterstrichen. Die Botschaft verweist darauf, dass die chinesischen Behörden den Diplomaten zugängliche Informationen zur Verfügung gestellt und mit der Weltgesundheitsorganisation „durchaus offen und transparent“ zusammengearbeitet hätten.
Vom Standpunkt der chinesischen Seite aus zeigt das von den US-Geheimdiensten vorgestellte Dokument, dass Washington „den falschen Weg politischer Manipulationen einschlagen“ wolle.
Labor (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.08.2021
Experten: Weitere Studien zum Corona-Ursprung nötig
„Der Bericht beruht auf der Präsumtion des Verschuldens vonseiten Chinas und zielt nur darauf ab, China zum Sündenbock zu machen“, heißt es.
Zuvor hatten die US-Geheimdienste Auszüge aus dem Bericht veröffentlicht, der dem US-Präsidenten Joe Biden vorgelegt wurde. Die Autoren des Dokuments gelangten zu dem Schluss, dass Sars-CoV-2 nicht als biologische Waffe entwickelt worden sei, konnten jedoch keine einheitliche Meinung über den Ursprung des Virus bilden. Als mögliche Versionen wurden ein natürlicher Kontakt mit einem infizierten Tier und ein Laborvorfall betrachtet.
Indes behaupten die US-Geheimdienste, dass Peking weiterhin die Untersuchung behindere, weil es deren mögliche Ergebnisse fürchte.
Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie sind wiederholt Gerüchte aufgetaucht, dass die Ursache dafür ein Leck im Labor des Instituts für Virologie in Wuhan gewesen sei. Die WHO-Experten, die im März China besuchten, haben diese Version als „sehr wenig wahrscheinlich“ bewertet. Nach ihrer Meinung sei das Coronavirus höchstwahrscheinlich von Fledermäusen über andere Tiere auf Menschen übertragen worden.
Anfang August wurde von den Republikanern aus dem Repräsentantenhaus der USA ein Bericht veröffentlicht, laut dem das Coronavirus aus dem Wuhan-Labor stamme. Die Autoren gingen dabei von den in offenen Quellen angeführten Daten und indirekten Indizien aus.
China hat derartige Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.
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