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Wahlplakate aus dem Jahr 1949 in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht – CDU will sie entfernen

Wahlen (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.08.2021
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In mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns sind Wahlplakate aus dem Jahr 1949 aufgehängt worden. Die Aktion ist bereits Gegenstand von Ermittlungen des Staatsschutzes in Rostock. Darüber berichten lokale Medien.
Am Dienstag informierte die Zeitung „Nordkurier“ über die alten Wahlplakate von CDU und CSU im Stadtgebiet von Teterow. „Nach Angaben der Teterower Polizei gibt es in ihrem Revierbereich – also von Gnoien bis Krakow am See – zudem historische Wahlplakate der FDP und SPD“, so die Zeitung. Daraufhin schrieb die „Ostsee Zeitung“, dass solche Plakate auch in Wismar aufgetaucht seien. „An einigen Stellen sind historische Wahlplakate von verschiedenen Parteien entdeckt worden“, bestätigte laut Medien am gleichen Tag eine Sprecherin der Polizei in Güstrow.
„Nordkurier“ zufolge sind auf den Wahlplakaten von CDU und CSU die Grenzen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg zu sehen, versehen mit einer Forderung nach einem ungeteilten Deutschland. Die Teterower Polizei soll diesbezüglich den Kontakt zum Fachkommissariat Staatsschutz bei der Kriminalpolizei-Inspektion in Rostock aufgenommen haben. Von dort hieß es, dass die historischen Plakate in ganz Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht seien und die etablierten Parteien betreffen würden.
Wahlplakat mit Claudia Pechstein - SNA, 1920, 25.08.2021
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Laut Polizei ist noch unklar, wer für diese Aktion verantwortlich ist, schreibt der öffentlich-rechtliche „NDR“. Alle Nachdrucke hätten kein Impressum. Der „NDR“ zitiert eine Polizeisprecherin, wonach der Tatbestand des illegalen Plakatierens in diesem Fall erfüllt sei. Eine strafrechtliche Relevanz sei dabei aber ausgeschlossen. Laut dem CDU-Kreisgeschäftsführer Hannes Dettmann hat seine Partei mit dem Vorfall nichts zu tun, so „Nordkurier“. Die Plakate seien irreführend, sie seien nicht von der CDU genehmigt worden und sollten daher entfernt werden, forderte Dettmann.
Die Nachricht von der rätselhaften Plakatierungsaktion sorgte für Kommentare in sozialen Netzwerken. Unter anderem äußerten sich der Sprecher für Bildung, Kultur und Wissenschaft in der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt, Hans-Thomas Tillschneider, sowie der Volkswirt und ehemalige Generalsekretär des Sachverständigenrates, Ulrich van Suntum, dazu via Twitter.
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