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Biden gibt US-Militär Handlungsfreiheit zur IS-Bekämpfung in Afghanistan – Weißes Haus

© SNA / Michail Turgijew / Zur BilddatenbankWeißes Haus
Weißes Haus - SNA, 1920, 27.08.2021
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US-Präsident Joe Biden hat laut einer Stellungnahme des Weißen Hauses von Freitag dem Militärkommando seines Landes volle Handlungsfreiheit eingeräumt, um Operationen gegen die Terrormiliz *„Islamischer Staat“ in Afghanistan durchzuführen.
„Die nächsten Tage dieser Mission (der Evakuierung der US-Bürger aus Afghanistan – Anm. d. Red.) werden die bisher gefährlichste Zeit sein. Der Präsident bekräftigte gegenüber den Befehlshabern seine Zustimmung zu allen Befugnissen, die sie benötigen, um die Operation zum Schutz unserer Truppen durchzuführen, und alle gaben an, dass sie über die Ressourcen verfügen, die aus ihrer Sicht notwendig sind, dies effektiv zu tun“, hieß es in der Mitteilung, die nach dem Treffen des US-Präsidenten mit dem nationalen Sicherheitsteam zu Afghanistan veröffentlicht wurde.
Die Lage in Afghanistan hat sich in den letzten Wochen mit der Offensive der radikal-islamistischen **Taliban-Bewegung auf Großstädte besonders verschärft. Ihre Kämpfer kontrollieren alle Grenzübergänge, sie haben in Kabul die Macht übernommen und den Präsidentenpalast besetzt. Der afghanische Präsident Ashraf Ghani sagte, er habe das Land verlassen, „um das Massaker zu verhindern“. Der Sprecher des Taliban-Politbüros, Mohammed Naim, gab bekannt, dass der Krieg in Afghanistan vorbei sei.
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Die Evakuierung der ausländischen Staatsbürger und Afghanen, die für ausländische Missionen arbeiteten, erfolgt über den einzigen Flughafen in Kabul, der von den USA und anderen Nato-Staaten kontrolliert wird.
Bei den Explosionen in der afghanischen Hauptstadt Kabul am Donnerstag sind Medienberichten zufolge fast 200 Todesopfer zu beklagen. Einer der Angriffe ereignete sich in der Nähe des Hotels Baron, wo sich Ausländer, darunter britische Staatsbürger und US-Bürger, versammelt haben sollen. Zu den Terroranschlägen bekannte sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS; auch Daesh).
Tote und verletzte Zivilisten in Afghanistan

Allein zwischen 2009 und 2020 sind bei Kampfhandlungen in Afghanistan 17.483 Zivilisten gestorben, teilt die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) in ihrem Bericht mit, der im Juli veröffentlicht wurde. 32.375 Zivilisten wurden demnach verletzt. Das alles sind erfasste Fälle. Im laufenden Jahr (vom 1. Januar bis 30. Juni) hat es im Land 1659 zivile Todesopfer sowie 3524 verletzte Zivilisten gegeben, hieß es.

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Später ereigneten sich in Kabul mehrere weitere Explosionen. In Bezug darauf sprach das US-Militär von eigenen kontrollierten Sprengungen.
* Terrorvereinigung, in Deutschland und Russland verboten
** Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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