Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde
 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

„Menschenverachtender Terror“: Spitzenpolitiker aus aller Welt verurteilen Explosionen in Kabul

© REUTERS / Jonathan ErnstUS-Präsident Joe Biden während seiner Rede zur Situation in Afghanistan (Symbolbild)
US-Präsident Joe Biden während seiner Rede zur Situation in Afghanistan (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.08.2021
Abonnieren
Nach den Terroranschlägen in Kabul, zu denen sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“* (IS; auch Daesh) bekannte, haben mehrere Spitzenpolitiker die Attacken unter anderem über soziale Netzwerke verurteilt und den Familien der Opfer ihr tiefempfundenes Beileid ausgesprochen.
US-Präsident Joe Biden nannte die amerikanischen Soldaten, die bei den Explosionen am Donnerstag ums Leben gekommen sind, „Helden, die sich in einer gefährlichen, selbstlosen Mission engagiert haben, um das Leben anderer zu retten“. „Wir haben eine fortdauernde Verpflichtung - eine heilige Verpflichtung - gegenüber ihren Familien, die für immer bestehen wird“, schrieb Biden via Twitter am Freitag und betonte, der Evakuierungseinsatz in Kabul werde fortgesetzt.

„Trotz außerordentlicher Gefahren und Risiken konnten wir innerhalb weniger Tage mehr als 100.000 Menschen evakuieren. Wir können – und wir müssen – unsere Mission erfüllen. Wir werden uns nicht von Terroristen abschrecken lassen“, so der US-Präsident.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwies dem US-Präsidenten Biden in einem Schreiben auf seiner offiziellen Webseite Kondolenz. „Wir trauern mit Ihnen um die Opfer des brutalen Anschlags in Kabul“, so Steinmeier. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der tapferen amerikanischen Soldaten, die mit „ihrem mutigen Einsatz“ die Evakuierung vieler Deutscher und tausender afghanischer Ortskräfte erst möglich gemacht hätten. Derzeit ist von mindestens 13 amerikanischen Soldaten die Rede, die bei den Explosionen in Kabul den Tod erlitten haben.
„Wir beklagen mit Ihnen auch die vielen Toten und Verletzten unter der afghanischen Zivilbevölkerung, die unseren Schutz gesucht haben. Deutschland steht in dieser schweren Stunde fest an der Seite der Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Terrorismus, der so viel Leid über so viele Menschen bringt", heißt es in dem Text des Bundespräsidenten.
Auch Finanzminister Olaf Scholz verurteilte die Anschläge in Kabul „aufs Schärfste“. „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und den vielen Verletzten dieses menschenverachtenden Terrors“, teilte Scholz am Freitag via Twitter mit. Deutschland tue weiter alles dafür, die in Sicherheit zu bringen, für die man in Afghanistan Verantwortung trage, fügte der SPD-Kanzlerkandidat hinzu.
Opfer der Bombenanschläge in Kabul, Afghanistan - SNA, 1920, 27.08.2021
Afghanistan
Explosionen in Kabul: Mehr als 100 Todesopfer und über 1300 Verletzte gemeldet
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte am Freitag, Russland verurteile die Bombenanschläge in Kabul entschieden. „Natürlich ist es eine sehr traurige Nachricht über die große Zahl der Todesopfer“, wird er zitiert. Nach seinen Worten hätten sich somit leider die pessimistischen Vorhersagen bestätigt, dass das in Afghanistan entstandene Chaos von den terroristischen Gruppen und Organisationen ausgenutzt werde.
Bundeskanzlerin Angela Merkel während der Sondersitzung zu Afghanistan am 25. August, 2021 - SNA, 1920, 26.08.2021
„Bedrückende Nachricht“: Merkel verurteilt Anschläge in Kabul
Frankreich nehme Anteil an der Trauer der Familien der Opfer der Terroranschläge in Kabul, betonte Emmanuel Macron am Donnerstagsabend via Twitter. „Diejenigen, die die Evakuierungsmaßnahmen durchführen, sind Helden“, betonte der Präsident und versprach, dass Frankreich diese Operationen abschließen und Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Afghanen fortsetzen werde.
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz schrieb am Freitag via Twitter, er sei tief betrübt über den tragischen Verlust von Menschenleben. „Die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus und die Gewährleistung eines sicheren Transits zum Flughafen haben weiterhin höchste Priorität“, so Kurz.
Ihm echote am Freitag die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, die die Attacken als „feige“ und „unmenschlich“ bezeichnete. Laut UN-Generalsekretär António Guterres unterstreicht der Vorfall „die „Unbeständigkeit Afghanistans“, bestärkt aber auch die internationale Gemeinschaft in ihrer „Entschlossenheit, dem afghanischen Volk weiterhin dringend benötigte Hilfe zukommen zu lassen“. Nato-Chef Jens Stoltenberg betonte, es bleibe die Priorität, möglichst viele Menschen so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen.
Die am stärksten von Terrorismus betroffenen Länder 2020

Afghanistan ist weltweit am stärksten vom Terrorismus betroffen, folgt aus dem Bericht „Global Terrorism Index 2020“ des Instituts für Wirtschaft und Frieden. Die Indexwerte liegen zwischen 0 und 10 – je höher, desto größer das Ausmaß. Dabei werden vier Faktoren berücksichtigt: die Anzahl terroristischer Vorfälle, der Toten und Verletzten sowie der angerichtete Sachschaden. Afghanistan bekam 9,59 Punkte. Im Jahr 2019 gab es dort 1422 Terroranschläge, bei denen 5725 Menschen starben und 6221 verletzt wurden. Danach folgen der Irak (8,68), Nigeria (8,31), Syrien (7,78) und Somalia (7,65).

ExpandierenMinimieren
* Terrorvereinigung, in Deutschland und Russland verboten
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала