Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Covid-22“ – Immunologe sorgt für Verwirrung und klärt auf

© AP Photo / Martin MeissnerLaborantin arbeitet mit Corona-Testproben
Laborantin arbeitet mit Corona-Testproben - SNA, 1920, 27.08.2021
Abonnieren
Der US-Schweizer Immunologe Sai Reddy hat in einem Interview von „Covid-22“ gesprochen. In den sozialen Netzwerken hat der Ausdruck für einiges Aufsehen gesorgt. Es ging Reddy nach eigener Aussage aber nicht um die nächste Pandemie oder um keine neue Erkrankung. Der Ausdruck war trotzdem unglücklich gewählt.
Covid-19 – das ist die Erkrankung, die laut Weltgesundheitsorganisation WHO vom Virus Sars-Cov-2 ausgelöst wird. Das hat sich nach derzeitigem Kenntnisstand Ende 2019 vom chinesischen Wuhan aus über die Welt ausgebreitet. Deshalb wurde am 11. März 2020 von der WHO eine Pandemie ausgerufen, mit der die Welt anderthalb Jahre später noch zu kämpfen hat. In dieser Zeit ist viel passiert, sowohl vonseiten der Menschheit als auch vonseiten des Virus.
Während erstere viel Energie in die Impfstoffentwicklung gegen das Virus kanalisierte, entwickelte sich das Virus evolutionär weiter. Es mutierte, wurde ansteckender. Zum Teil wich es bestehenden Antikörpern aus. Damit wurde die Effektivität der bisher eingesetzten und zumeist noch nicht regulär zugelassenen Impfstoffe gesenkt.
Latexhandschuhe (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.06.2021
Corona: Virusvarianten-Alphabet der WHO
Der US-Immunologe Sai Reddy, der gegenwärtig an der Schweizer Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) in Basel forscht, meint, eine Mutation, die beides vereint – höhere Übertragung und das Umgehen von Antikörpern – „unausweichlich“. Dabei beschrieb er im Gespräch mit der Schweizer Tageszeitung „Blick“ zwei Möglichkeiten für die Zukunft: 1) Die ansteckendere Form Delta mutiert so, dass sie Antikörpern ausweicht. 2) Die Formen Beta oder Gamma, die Antikörpern besser entkommen, werden ansteckender.
In beiden Fällen muss eine Nachimpfung erfolgen und die Impfstoffe rasch angepasst werden. Das bedeutet, dass der wirksame Bestandteil der Impfungen sich leicht verändert – sei es die mRNA, das Spike-Gen im Vektor-Virus, DNA oder das inaktivierte neue Virus. Reddy nannte dieses vermutete Zukunftsszenario „Covid-22“ – und sorgte damit im Netz für reichlich Verwirrung.
Allgemein wird von der Covid-19-Pandemie geredet. „Covid-22“ könnte den Eindruck erwecken, es sei die Rede von einer neuen Pandemie, mit einem neuen Virus. Ebenso klingt der Begriff, als gäbe es eine neue Krankheit, die als „Covid-22“ bezeichnet werden muss. Für letzteres müsste sich das Virus aber bis zur Unkenntlichkeit verändern und eine komplett andere Erkrankungsform hervorrufen. Erst dann wird eine solche Neubenennung überhaupt erst erwogen, wie der Biologe Dave Weissner im Gespräch zum Problembegriff „Covid-22“ mit „Insider“ anmerkt.

Ein „Nickname“ für Covid-19

SNA hat mit Reddy Kontakt aufgenommen, um zu erfahren, wie er den Ausdruck gemeint hat. Das Ergebnis: Es handelt sich laut dem Forscher um eine Verwendung des Wortes als „Nickname“ für die Entwicklung von Covid-19 im Jahr 2022. Es sei eine im wissenschaftlichen Sinne „unkorrekte“ Verwendung des Wortes.
„Covid-19 ist weiterhin der richtige und korrekte Name für die Erkrankung, die vom Sars-Cov-2 und dessen Varianten ausgelöst wird“, so der Forscher. Er fügte hinzu:
„Wenn ich mir als Immunologe und Antikörperexperte Covid-19 im Jahr 2022 vorstellte, glaube ich, dass aus folgenden Gründen die Covid-19-Fälle in den ersten Monaten in der Schweiz ansteigen dürften: wegen der aufkommenden Delta-Variante, die stärker ansteckend ist; wegen möglicher Varianten, die Mutationen im Spike-Protein haben, die gewissen Klassen von Antikörpern ausweichen wie etwa ‚Delta Plus‘ oder ‚AY2‘; wegen aufgehobener Einschränkung, infolge welcher sich das Virus besser ausbreiten kann durch Innen-Gastronomie, Events und Konzerte; und in erster Linie wegen einem großen ungeimpften Teil der Schweizer Bevölkerung wie auch in anderen Teilen Europas und der ganzen Welt.“
Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Experte, dass impffähige Personen, die Injektion mit den weiterhin experimentellen Stoffen in Anspruch nehmen sowie gegebenenfalls auch Auffrischungsimpfungen.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала