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Zeman zu deutsch-tschechischen Beziehungen: „Nie so gut wie heute“

Milos Zeman - SNA, 1920, 26.08.2021
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Tschechiens Präsident Milos Zeman hat sich am Donnerstag mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Prag getroffen. Die beiden haben deutsch-tschechische Beziehungen gelobt. Uneinigkeit herrschte allerdings bei der Frage des Umweltschutzes.
Bundespräsident Steinmeier ist am Mittwoch zu einem dreitägigen Besuch nach Prag gekommen. Er traf sich am Donnerstag mit dem tschechischen Präsidenten Milos Zeman.
Zeman bedankte sich für die Hilfe Deutschlands während der Corona-Pandemie. Zudem würdigte er besonders Steinmeiers Kranzniederlegung an der Gedenkstätte für die Heydrich-Attentäter. „Ich verstehe das als eine sehr symbolische Geste“, sagte er.

„Unsere Beziehungen waren noch nie so gut wie in der Gegenwart“, erklärte Zeman.

Auch Steinmeier hat die bilateralen Beziehungen hoch bewertet. „Die tiefe Freundschaft unserer Nationen ist ein Schatz, den wir pflegen müssen, gerade auch für die künftigen Generationen.“ Er erklärte auch, er glaube, dass die tschechische EU-Ratspräsidentschaft nächstes Jahr neue Impulse für die EU bringen werde, und kündigte an, Berlin werde Tschechien so gut es geht unterstützen.
Zum Besuch an der Gedenkstätte für die nach dem Heydrich-Attentat ermordeten Widerstandskämpfer und Opfer von NS-Gräueln sagte der Bundespräsident: „Gerade im Bewusstsein dieser schwierigen Geschichte, über die wir miteinander verbunden sind, können wir uns heute darüber freuen, dass unsere Nachbarschaft, unsere Partnerschaft, unsere Freundschaft ein so festes Fundament gewonnen hat, dass sie geradezu unabhängig geworden ist von den politischen Konstellationen auf der einen oder anderen Seite.“
Uneinigkeit gab es jedoch im Bereich Klimaschutz. Zeman kritisierte den deutschen Atom- und Kohleausstieg. Tschechien werde sich anschauen, welche Folgen das haben werde. „Wenn es zu einem Mangel an Elektrizität kommt, wird Tschechien als bedeutender Exporteur sehr gerne bereit sein, Strom in die Bundesrepublik zu liefern – natürlich zu einem vernünftigen Preis.“ Die Regierung in Prag hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Atomenergie an der Stromerzeugung bis 2040 von rund einem Drittel auf die Hälfte auszubauen.
Der tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild) - SNA, 1920, 22.08.2021
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