Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Sinkende Konsumlust - Corona-Sorgen und steigende Preise verunsichern

© CC0 / jarmoluk / pixabayKreditkarte (Symbolbild)
Kreditkarte (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.08.2021
Abonnieren
Der Privatkonsum hat die deutsche Wirtschaft im Frühjahr in Schwung gebracht. Doch jetzt sinkt die Kauflaune der Menschen. Gute Nachrichten gibt es dagegen vom Arbeitsmarkt und von Deutschlands Top-Konzernen.
Börsenschwergewichte verdienen wieder Milliarden, doch der Privatkonsum als wichtiger Motor der deutschen Konjunktur gerät ins Stottern. Steigende Preise, neue Corona-Sorgen und nachlassende Konjunkturerwartungen bremsen die Lust auf größere Einkäufe, wie aus der jüngsten Verbraucherumfrage des Nürnberger GfK-Instituts hervorgeht. Am Arbeitsmarkt setzt sich die Erholung dagegen fort.

Steigende Preise – sinkende Konsumlaune

Der GfK-Konsumklimaindex sank von -0,4 Punkten im August auf -1,2 Punkte im September. Die Euphorie über die anziehende Konjunktur habe abgenommen, hieß es. Hinzu komme, dass die Inflation in Deutschland im Juli auf 3,8 Prozent stieg. Rasant steigende Preise wirkten sich erfahrungsgemäß „dämpfend auf die Konsumlaune aus“, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl am Donnerstag. Angesichts der Niedrigzinsen „empfinden die privaten Haushalte die Inflationsraten als noch bedrohlicher für ihre Kaufkraft“, auch wenn ein großer Teil ein Einmal-Effekt nach der befristeten Senkung der Mehrwertsteuer 2020 sei.
Dazu kommen wieder zunehmende Corona-Infektionen und Diskussionen über den Umgang mit Ungeimpften. Das habe die Konsumenten spürbar verunsichert, sagte Bürkl:

Sie befürchten, dass Beschränkungen sogar wieder verschärft werden könnten. Dies drückt derzeit offenbar auf die Konsumstimmung.

Eine Jobmesse für Migranten, die von der Bundesagentur für Arbeit Ende Januar 2019 in Berlin veranstaltet wurde.  - SNA, 1920, 24.08.2021
„Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus“: Arbeitsagentur-Chef will 400.000 Migranten pro Jahr

Arbeitsmarkt stabil

Dem Arbeitsmarkt kann eine drohende vierte Corona-Welle bisher nichts anhaben. Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stieg im August auf ein Rekordhoch von 107,6 Punkten. „Der Optimismus der Arbeitsagenturen wächst trotz der anrollenden vierten Corona-Welle“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Ausschlaggebend dafür seien die Impffortschritte und der wirtschaftliche Aufschwung.

Entscheidend für die weitere Erholung des Arbeitsmarkts ist, ob die Pandemie ohne neuerliche gravierende Einschränkungen kontrolliert werden kann.

Dax-Konzerne legen zu

Deutschlands Börsenschwergewichte haben mit einem Rekordquartal die Corona-Krise vorerst abgehakt. Umsätze und Gewinne der Dax-Konzerne lagen in der Summe im zweiten Vierteljahr 2021 nicht nur deutlich über dem Vorjahreszeitraum, sondern so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Auswertung im Jahr 2012, wie aus Berechnungen des Beratungs- und Prüfungsunternehmens „EY“ hervorgeht.
Die operativen Gewinne (Ebit) der 30 deutschen Top-Konzerne stiegen nach einem Verlust von zusammengerechnet einer Milliarde Euro im zweiten Quartal 2020 ein Jahr später in der Summe auf knapp 44,6 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verbuchten sie ein Plus von 87 Prozent. Der Gesamtumsatz der Dax-Konzerne legte um 29 Prozent auf 369,9 Milliarden Euro zu. Das Vorkrisenniveau übertrafen die Unternehmen den Angaben zufolge um 14 Prozent. Risiken sieht Ahlers in der anhaltenden Pandemie und dem Mangel an Zulieferprodukten und Halbleitern.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала