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Schweizer Forscher wollen menschliches Gewebe im All züchten – Bericht

© AP Photo / NasaInternationale Raumstation
Internationale Raumstation - SNA, 1920, 26.08.2021
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Ein Forscherteam der Universität Zürich und des Unternehmens Airbus will ein Experiment auf die Internationale Raumstation (ISS) bringen, bei dem die Schwerlosigkeit genutzt werden soll, um aus menschlichen Stammzellen organähnliche Gewebe zu züchten. Dies geht aus einer Mitteilung von Airbus hervor.
„Mit diesem Schritt könnte der Weltraum zu einer Werkstatt für die Herstellung von menschlichem Mini-Gewebe für den irdischen Einsatz in Forschung und Medizin werden“, hieß es. Erste vorbereitende Tests auf der ISS vor 18 Monaten seien erfolgreich gewesen.
„Das Verfahren für das gemeinsame Projekt '3D Organoids in Space' stammt von den Zürcher Wissenschaftlern Oliver Ullrich und Cora Thiel“, teilte das Unternehmen mit. Gemeinsam mit Airbus sei es bis zur Projektreife entwickelt worden. „Das Airbus-Innovations-Team unter der Leitung von Projektleiter Julian Raatschen entwickelt die Hardware und ermöglicht den Zugang zur ISS“, teilte Airbus weiter mit.
Auf der Erde sei es aufgrund der Schwerkraft unmöglich, ohne Stützskelette dreidimensionale Organoide zu produzieren, erklärte Thiel.
Solche 3D-Organoide seien für Pharmaunternehmen von großem Interesse: „Toxikologische Studien könnten so ohne Umweg über Tiermodelle direkt an menschlichem Gewebe durchgeführt werden.“ Aus Patientenstammzellen gezüchtete Organoide könnten künftig auch als Bausteine für Gewebe-Ersatz zur Therapie geschädigter Organe eingesetzt werden. Denn die Zahl der gespendeten Organe reiche bei weitem nicht aus, um den weltweiten Bedarf an Spenderorganen zu decken.
Russisches Andockmodul Pirs nach dem Abkoppeln von der Internationalen Weltraumstation ISS. 26. Juli 2021 - SNA, 1920, 26.07.2021
Russisches ISS-Andockmodul kontrolliert im Pazifik versenkt
Bereits im vergangenen Jahr schickten die Forschenden 250 Teströhrchen mit adulten menschlichen Stammzellen auf die ISS. Damals hätten sich organähnliche Leber-, Knochen- und Knorpel-Strukturen entwickelt, während sich die auf der Erde in Kultur gehaltenen Zellen kaum in verschiedene Typen differenzierten.
Mit der aktuellen Mission prüft das Team, wie robust die Züchtungsmethode ist, wenn Zellen unterschiedlicher biologischer Variabilität eingesetzt werden. „Im Hinblick auf die anvisierte Kommerzialisierung müssen wir jetzt herausfinden, wie lange und in welcher Qualität wir die im All gezüchteten Organoide nach der Rückkehr zur Erde in Kultur halten können“, erklärte Ullrich.
Der Start des Versorgungsflugs zur ISS ist für den 28. August um 09:37 Uhr MESZ geplant. Anfang Oktober kommt das Organoid-Experiment wieder zurück zur Erde.
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